ON Y VA Nicht nur die EM im Kopf, aber auch

Breel Embolo ist umworben. Der 19jährige Schweizer Nationalspieler dürfte den FC Basel bald verlassen. In den vergangenen Tagen war Embolo immer wieder in den Schlagzeilen.

Christian Brägger
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Breel Embolo ist umworben. Der 19jährige Schweizer Nationalspieler dürfte den FC Basel bald verlassen. In den vergangenen Tagen war Embolo immer wieder in den Schlagzeilen.

Eines Tages startete es so: Embolo steht vor einem Wechsel zu Leipzig. Dann hiess es: Nur noch seine Unterschrift fehlt. Wieder am darauffolgenden Tag stand: Jetzt ist es beinahe Tatsache – Embolo zu Manchester United. Daraufhin: José Mourinho will Embolo nicht. Später: Neues Interesse an Embolo. Zuletzt: Fast fix – Embolo wohl zu Schalke. Wie diese unendliche Geschichte wohl enden mag? Doch eigentlich ist das Wie gar nicht so wichtig, ausser für Embolo selbst, für Basel, für die Nationalmannschaft und alle anderen involvierten Parteien.

Die Geschichte zeigt uns vielmehr, wie der Markt gerade auch während der EM spielt. Da unterschreibt der Franzose Antoine Griezmann während des Turniers einen neuen Kontrakt mit Atletico Madrid, der Engländer Jamie Vardy tut es ihm gleich bei Meister Leicester, und natürlich bleiben sie zu verbesserten Konditionen. In der EM-Zwischenzeit übernimmt die AS Roma von Milan Stephan El Shaarawy definitiv, und so weiter.

Das alles sagt uns viele Dinge, drei stellen wir zur Auswahl:

a) Der EM-Spieler hat den Kopf nicht nur bei seinem Land, sondern vor allem bei sich selbst.

b) Der Berater ist ein geschickter Hund und fädelt alles in Eigenregie ein – die Unterschrift des Spielers wird erst später nachgeliefert.

c) Die EM ist der «place to be», wer hier fehlt, gehört nicht zur Crème de la Crème.

Embolos Geschichte wird sich weiterspinnen. Besonders, wenn er gegen Polen trifft. Das wiederum käme uns gelegen.

christian.braegger@tagblatt.ch