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ON Y VA «I de Schwizer Nati isch de Breel dehei»

Die Anhänger der Schweiz geben sich an Länderspielen ihres Teams immer grosse Mühe. Sie fallen auf, auch jetzt in Frankreich an der EM.
Christian Brägger

Die Anhänger der Schweiz geben sich an Länderspielen ihres Teams immer grosse Mühe. Sie fallen auf, auch jetzt in Frankreich an der EM. Geschminkt mit Schweizer Kreuzen, gekleidet in Rotweiss, die Schweizer Fahne über die Schultern geworfen – so kommen sie daher, vor allem sind sie friedlich. Doch es gab einen Makel: Nie so richtig zu überzeugen wussten ihre Lieder, die sie intonierten. Dafür gab es einen Grund: Es gab kein eigentliches Fanlied, das man gemeinsam hätte singen können. Jedenfalls keines wie die Engländer – ihre Fangesänge beeindrucken, vermutlich auch ihre Stimmorgane. Und nicht so wie die Iren, ihre wunderbaren Lieder, aus voller Kehle gesungen, sind ein Erlebnis.

Und die Schweizer? Sie hüpften einfach hin und her und skandierten unentwegt «Schwizer Nati, Schwizer Nati, Schwizer Nati – olé olé.» Das war's.

Das ist nun Geschichte. Es gibt ein neues Fanlied, endlich, mit Offensivspieler Breel Embolo in der Hauptrolle. Erstmals so richtig wahrgenommen wurde der Song vor wenigen Tagen, als ihn ein bunter Haufen Schweizer Fans vor einer Bar in Paris anstimmte. Er geht so (mit der Melodie von The Tokens – The Lion Sleeps Tonight): «I de Nati, de Schwizer Nati, do isch de Breel dehei, i de Nati, de Schwizer Nati, do isch de Breel dehei – oh Embolo oh Embolo oh Embolo oh Embolo oh Embolo oh Embolo...»

Auf YouTube ist das Lied der Hit, bereits tausendfach gehört. Ausgerechnet Embolo, kamerunischer Abstammung mit Schweizer Pass, wird inbrünstig besungen. Wer hätte das gedacht? Das beweist, dass in der Nationalmannschaft Integration weit mehr gelingt, als viele glauben wollen. Wir Schweizer haben Breel gern «adoptiert».

christian.braegger@tagblatt.ch

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