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ON Y VA - DIE EM-KOLUMNE: Wenn der Körper spricht

Die Welt wird auch im Fussball komplizierter. Es macht den Anschein, als ob die Körpersprache an dieser EM wichtiger ist als die Anzahl erzielter Tore. Jedenfalls wenn man all den Experten zuhört, die sich zurzeit über den Fussball äussern. In jeder Diskussionsrunde fällt das Wort Körpersprache.
Daniel Good
Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Die Welt wird auch im Fussball komplizierter. Es macht den Anschein, als ob die Körpersprache an dieser EM wichtiger ist als die Anzahl erzielter Tore. Jedenfalls wenn man all den Experten zuhört, die sich zurzeit über den Fussball äussern. In jeder Diskussionsrunde fällt das Wort Körpersprache. Der Sportpsychologe sagt, die Körpersprache berichte der Aussenwelt konstant und zuverlässig von unserem Innenleben. Es sei daher für einen Sportler eine wichtige Fähigkeit, seine Körpersprache zu beherrschen.

Eine Studie zeigt, dass ein sicheres, dominantes Auftreten ein unsicheres, unterwürfiges Erleben beim Gegenüber verursacht. Die Forscher konnten zeigen, dass die Erfolgserwartung der Goalies deutlich sank, wenn sie einem dominant auftretenden Penaltyschützen gegenüberstanden. Jetzt weiss man, weshalb die Schweizer in den Penaltyschiessen häufig den kürzeren ziehen.

Heinz Hermann, der Schweizer Rekordinternationale, sagte: «Das sieht man an seiner Körpersprache, die mir zurzeit gar nicht gefällt.» Der Zürcher zielte auf Xherdan Shaqiri, der in den ersten drei EM-Spielen nicht auf Touren kam. Der Spieler mit der angeblich besten Körpersprache ist Cristiano Ronaldo. Die Markenzeichen sind: Machoposen, Brust raus, Kopf hoch.

Von Körpersprache war früher nie die Rede. Dafür bedienten sich die Spieler anderer Mittel, um den Gegner einzuschüchtern. Der Brasilianer mit dem Allerweltsnamen Carlos Roberto de Oliveira nannte sich Roberto Dinamite. Der heute 62-Jährige kann auf eine ansehnliche Karriere zurückblicken. Dinamite verbuchte in 53 Länderspielen für Brasilien 26 Tore und erhielt einen Vertrag beim FC Barcelona. Wie sollte sich Haris Seferovic nennen?

daniel.good@tagblatt.ch

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