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ON Y VA - DIE EM-KOLUMNE: "Schweizer, einigt Euch!"

Dieser Text soll helfen. Helfen auf dem Weg, das Schweizer Nationalteam vereint im EM-Achtelfinal zu unterstützen. Er geht an die Unentschlossenen, Nörgler und Antipathisanten.
Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Dieser Text soll helfen. Helfen auf dem Weg, das Schweizer Nationalteam vereint im EM-Achtelfinal zu unterstützen. Er geht an die Unentschlossenen, Nörgler und Antipathisanten.

1. Weil das Nationalteam skandalfrei ist: Wir sehen lauter anständige, junge Menschen. So unterschiedlich die Charaktere der Spieler sein können, so anders ihre Herkunft sein mag, stets verhalten sie sich korrekt. Kein Hosengriff à la Joachim Löw, kein Arm der Nation wie bei Paul Pogba. Rien.

2. Weil das Nationalteam fair spielt und probiert, darin auch attraktiv zu sein: Vier gelbe Karten in der Gruppenphase, fairer geht es kaum. Das Team spielt keinen Catenaccio oder wartet nicht auf Fehler wie noch unter Ottmar Hitzfeld. Der Versuch von Vladimir Petkovic, mit der Schweiz spielerisch Akzente zu setzen, verdient Kredit.

3. Weil es völlig irrelevant ist, ob die Spieler die Nationalhymne singen: Das Bild kann irritieren, dass gegen Frankreich nur Yann Sommer, Fabian Schär und Stephan Lichtsteiner die Hymne intonierten. Wer aber zurückblendet, erkennt: Den spärlichen Gesang beim Schweizer Psalm gab's früher schon, eigentlich schon immer. Zwischen besungenem Nationalstolz und sportlichem Erfolg besteht indes noch immer kein Zusammenhang. Und überhaupt: Seit wann misst man Identifikation mit seinem Land in einem Lied?

4. Weil nur im Nationalteam stattfindet, was die Politik bisweilen versucht und worin sie ständig scheitert: Eine verschworene Schweizer Einheit zu sein. Anders wäre ein EM-Achtelfinal gar nicht möglich.

Lasst uns alle Schweizer sein, ihr Tessiner, Zürcher, Romands und Xhakas, wenigstens für 90 Minuten. Und Sie, was tun Sie diesen Samstag, um 15 Uhr?

Christian Brägger
christian.braegger@tagblatt.ch

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