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ON Y VA - DIE EM-KOLUMNE: Mehr, mehr und nochmals mehr

Der Franzose ist gastfreundlich, durchaus. An der EM zeigt er sich von der besten Seite. Die Streiks und andere Probleme, besonders die Terroranschläge, das alles ist weit weg.
Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Der Franzose ist gastfreundlich, durchaus. An der EM zeigt er sich von der besten Seite. Die Streiks und andere Probleme, besonders die Terroranschläge, das alles ist weit weg. Die Gäste aus dem Ausland, des Fussballs wegen hier, mögen viel Geld ausgeben, auch. Vor allem aber sollen sie wieder ein gutes Bild von der "Grande Nation" erhalten, noch besser, wenn sie dann das gute Bild nach Hause portieren. Der Ankurbelung des Tourismus kann das nicht schaden, selbst wenn Paris das weiterhin nicht wirklich nötig hat.

Die Journalisten werden von der Uefa brav an die Hand genommen, sie sind gut behütet, werden versorgt mit allen erdenklichen Informationen. Und natürlich gilt auch für Medienschaffende ein dreifacher Sicherheitscheck, bevor es in nahe Zonen eines Fussballspiels oder einer Pressekonferenz geht. Man wird abgetastet, auch mit dem Metalldetektor gescannt, Laptops und Rucksäcke müssen wie bei der Flugabfertigung aufs Rollband. In Medienzentren müssen schliesslich jegliche Formen der wahrlich spärlichen Verpflegung aus dem eigenen Sack bezahlt werden, nur das Wasser ist gratis. Das ist natürlich kein Problem: Der Journalist muss neutral bleiben, er ist der Arbeit willen hier und nicht, um sich den Bauch vollzuschlagen.

Wenn eine sich den Bauch vollschlägt, dann die Uefa. Mit der Aufstockung des EM-Turniers auf 24 Teams profitiert der europäische Verband erheblich, das Tableau bringt ihm neu 51 Spiele, also 20 Partien mehr. Und damit noch mehr Einnahmen. Es heisst, die Uefa könne mit einem Gewinn von nahezu 700 Millionen Euro rechnen, auch der Europameister verdient mit 27 Millionen Euro mehr als je zuvor.

Ja nicht dick werden!

Christian Brägger
christian.braegger@tagblatt.ch

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