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ON Y VA - DIE EM-KOLUMNE: Mehr als nur ein Zappelphilipp

Italiens Nationaltrainer Antonio Conte ist ein Farbtupfer unter den mehrheitlich grauen Trainern an dieser EM. Ob man den Mister – so nennen sie die Trainer in Italien liebevoll – mag oder nicht, mit seiner Art, die Squadra Azzurra zu coachen, ist er eine der Attraktionen dieser EM.
Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Italiens Nationaltrainer Antonio Conte ist ein Farbtupfer unter den mehrheitlich grauen Trainern an dieser EM. Ob man den Mister – so nennen sie die Trainer in Italien liebevoll – mag oder nicht, mit seiner Art, die Squadra Azzurra zu coachen, ist er eine der Attraktionen dieser EM. Conte fuchtelt mit den Armen, schreit die taktischen Hinweise lauthals über das ganze Feld und jubelt sich bei einem Führungstreffer seiner Männer schon mal die Nase blutig. Mit diesem leidenschaftlichen Auftreten, das nur so vor Selbstvertrauen strotzt, hat sich Mister Conte in die Herzen der Italiener gezappelt. Doch der 1,78 m grosse Mann aus Lecce, der dank eines chirurgischen Eingriffs volleres Haar trägt als einige seiner Spieler, hat weit mehr zu bieten als die Rolle des Rumpelstilzchens, in die er jeweils während der Spiele zu schlüpfen scheint.

Was sich Conte als Stratege bislang einfallen liess, sucht seinesgleichen. Er überrumpelte die Belgier und die Spanier mit unterschiedlichen Offensivtaktiken so sehr, dass diese keine Antwort darauf wussten. Von Catenaccio keine Spur. Die Italiener vertrauen ihrem Taktikfuchs fast schon blind, was ein Blick in die Gazetten des südlichen Nachbarn zeigt: «Italien vernichtet Spanien dank eines Meisterwerks Contes», heisst es. Und auch vor den Deutschen ist den Azzurri dank des «Magiers» nicht bange. «Conte weiss, wie man ihre Sicherheiten verletzt.»

Tatsächlich dürfte sich Joachim Löw nicht gerade auf den kommenden Gegner freuen. Denn woher will er wissen, was der Mister diesmal aus dem Hut zaubert? Genau wegen dieser Tatsache bereiten die Italien-Spiele Freude. Weil sie dank Conte im Gegensatz zum grauen Tiki-Taka der Spanier so farbenfroh daherkommen.

Ives Bruggmann

ives.bruggmann@tagblatt.ch

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