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ON Y VA – DIE EM-KOLUMNE: Getrübte Freude

Zehn Tage EM sind vorbei, das reicht für eine erste Bilanz. Der Gastgeber hat den Grossanlass im Griff, alles orchestriert er perfekt, sogar das laute Rahmenprogramm vor einem Spiel, bei dem es viel Tamtam gibt im Stadion. Der schon angeheizte Zuschauer soll auf das höchste Level gepusht werden.
Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Zehn Tage EM sind vorbei, das reicht für eine erste Bilanz. Der Gastgeber hat den Grossanlass im Griff, alles orchestriert er perfekt, sogar das laute Rahmenprogramm vor einem Spiel, bei dem es viel Tamtam gibt im Stadion. Der schon angeheizte Zuschauer soll auf das höchste Level gepusht werden. Mehr geht fast nicht, entsprechend aufgeladen ist die Stimmung.

Frankreich hat nichts dem Zufall überlassen, Streiks der Arbeiterklasse sind selten spürbar, sichtbar sind sie schon gar nicht. Und lieber werden drei Stewards postiert als keiner. Die Franzosen wissen in der Gastgeberrolle zu gefallen. Nicht, dass dieses Gefühl jetzt überborden würde. Übertrieben herzlich sind sie noch immer nicht. Doch man fühlt sich wohl hier, weil viele Dinge viel angenehmer verlaufen als im Vorfeld von den Pessimisten prognostiziert. Die Euphorie der Leute für den Grossanlass im eigenen Land hält sich zwar in Grenzen, doch dafür sind ja die Gäste aus aller Herren Länder da. Und wie selbstverständlich sind hier Essen und Trinken ein Genuss.

Natürlich sind da die vielen Sicherheitskontrollen, die man nicht immer gerne über sich ergehen lässt, und die doch so gut sind fürs Gefühl. Nicht zu vergessen die unzähligen bewaffneten Polizisten, von den Einheimischen etwas abschätzig als «Flics» oder «Keufs» bezeichnet. Sie markieren viel Präsenz. Rasch gewöhnt man sich an sie, als gehörten sie zum Stadtbild.

Positiv zu werten ist überdies die Ausgeglichenheit der 24 Teilnehmer, untergegangen ist keiner. Geschweige denn, dass einer die Gruppenphase auf die leichte Schulter nehmen kann.

Bleibt also nur ein Makel: Das Verhalten der Hooligans, die den Gastgeber im Griff haben. Schade, denn es trübt leider die Freude für Frankreich.

Christian Brägger
christian.braegger@tagblatt.ch

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