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ON Y VA - DIE EM-KOLUMNE: Alles beim alten? Nicht ganz!

Willkommen daheim, liebe Nostalgiker. Wer nicht jedem Trend im Fussball nachrennt und sich Neumödigs lieber vom Hals hält, wird sich über die erste EM-Woche gefreut haben. Zumindest die grossen Nationen taten in den ersten Spielen, was sie seit Jahrzehnten tun.
Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Allez les Bleus: Dieser Fan ist vollends auf Frankreich eingestellt. (Bild: IAN LANGSDON (EPA))

Willkommen daheim, liebe Nostalgiker. Wer nicht jedem Trend im Fussball nachrennt und sich Neumödigs lieber vom Hals hält, wird sich über die erste EM-Woche gefreut haben. Zumindest die grossen Nationen taten in den ersten Spielen, was sie seit Jahrzehnten tun.

Zum Beispiel die Italiener. Ihr Sieg gegen Belgien Anfang Woche könnte italienischer gar nicht sein. Eine Abwehr wie Dickicht. Und dann diese präzisen Angriffe aus dem Nichts, wie man sie von Inzaghi und Co. kannte – aber der diesjährigen Squadra, der ältesten Mannschaft dieser EM, doch nicht zugetraut hätte.

Ein anderes Bild, das sich über Jahre eingebrannt hat, ist das des zynisch lachenden, sauber frisierten und schwer enttäuschten Cristiano Ronaldo im weinroten Leibchen. Zuletzt zu sehen war es an der WM 2014, zum Beispiel beim 0:4 gegen Deutschland. Diesmal reichten die Isländer, um die alten Bilder wiederherzustellen.

Und natürlich: Die Engländer! Wie oft hoch gehandelt, enttäuschten sie im Startspiel gegen Russland zuverlässig. Gegentor zum 1:1 in der Nachspielzeit – typisch! Auch die Bilder danach fühlten sich vertraut an, sie erreichen uns im ZweiJahres-Takt: Zerknirschte Männer mit weissen Leibchen und drei Leuen auf der Brust.

Aber hoppla: Am Donnerstag scheint da doch etwas aus den EM-Fugen geraten zu sein. Gegen Wales treffen die Engländer in der Nachspielzeit zum Siegtor, als wären sie – deutsch. Wann gab's das zum letzten Mal an einer Endrunde? Nie! Na gut, einmal. An der WM 1954 zu St.Jakob in Basel traf England in der 91. Minute zum 4:3 gegen Belgien, erhielt aber zwei Minuten später den Ausgleich. Diesmal: England im Glück! Unvorstellbar für den Nostalgiker.

Ralf Streule
ralf.streule@tagblatt.ch

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