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OLYMPIA: Rekorde und Kuriositäten

Heute werden die 23. Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang eröffnet. Ein Rückblick – und ein Ausblick.
Albert Krütli/sda/Sid
Tränen des Glücks: Dario Cologna nach seinem Triumph im Skiathlon in Sotschi. Heute führt der dreifache Olympiasieger die Schweizer Delegation als Fahnenträger an. (Bild: Peter Klaunzer/KEY)

Tränen des Glücks: Dario Cologna nach seinem Triumph im Skiathlon in Sotschi. Heute führt der dreifache Olympiasieger die Schweizer Delegation als Fahnenträger an. (Bild: Peter Klaunzer/KEY)

102 Wettkämpfe

Der immer wieder angeprangerte Gigantismus der Olympischen Spiele dokumentiert sich auch in der Anzahl der Wettkämpfe und der Sportarten. Vor 94 Jahren standen 14 Wettkämpfe in 4 Sportarten auf dem Programm. In diesem Jahr werden es in Südkorea bereits 7 Sportarten und 102 Wettkämpfe sein.

4 Premieren

Mehr Spektakel, mehr Drive, mehr Jugend: Das Internationale Olympische Komitee bleibt dem Zeitgeist auf der Spur und hat das Programm 2018 modernisiert. Big Air der Snowboarder sowie der Massenstart im Eisschnelllauf versprechen mehr Action und erleben wie die Mixed-Wettbewerbe im Ski alpin und Curling ihre Feuertaufe.

8 Olympische Spiele

Der scheinbar ewig junge japanische Skispringer Noriaki Kasai nimmt als erster Sportler der olympischen Geschichte zum achten Mal an Winterspielen teil. Der inzwischen 45-Jährige hatte 1992 in Albertville sein Olympiadebüt gegeben, seitdem war er stets dabei. Kasai gewann 1994 mit der Mannschaft und 2014 auf der Grossschanze jeweils Silber, dazu kam Teambronze vor vier Jahren. Mit fünf Teil­nahmen ist Simon Ammann Schweizer Leader.

3 Exoten

Sie gehören ganz einfach zu Olympischen Spielen und sorgen immer wieder für Aufsehen. 1988 «rasen» Jamaikas Bobfahrer in Cal­gary den Eiskanal hinunter und liefern die Vor­lage für den Filmklassiker «Cool Runnings». Im gleichen Jahr hüpft der Engländer Michael Edwardsüber die Sprungschanze, wird souverän Letzter, geht aber dennoch als «Eddy the Eagle» in die Geschichte ein. In Nagano 1998 tritt Philip Boit als erster Kenianer im Langlauf über 10 Kilometer an und braucht beinahe doppelt so lange wie der Sieger.

13 Jahre

Die jüngste Olympiasiegerin der bisherigen Winterspiele ist Kim Yoon Mi. Die Südkoreanerin war 13 Jahre und 83 Tage alt, als sie 1994 in Lillehammer Staffelgold im Shorttrack gewann. Der Titel des jüngsten Olympiasiegers gehört Toni Nieminen. Der Finne war 16 Jahre und 259 Tage alt, als er 1992 in Albertville gleich zweimal Gold im Skispringen holte – auf der Grossschanze und mit der Mannschaft.

54 Jahre

Der Brite Robin Welsh feierte 1924 in Chamonix seine Goldmedaille im Curling und ist mit 54 Jahren und 102 Tagen der älteste Olympiasieger. Bei den Frauen gehört diese Ehre Raissa Smetania. In der Langlaufstaffel startete sie 1992 in Albertville für das «Vereinte Team», bestehend aus den Ländern der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) und Georgien. Smetania war damals 39 Jahre und 354 Tage alt.

8 Siege

Mit 8 Gold-, 4 Silber- und 1 Bronzemedaille ist Biathlon-Idol Ole Einar Björndalen der erfolgreichste Winterolympionike. Dem 43-jährigen Norweger, der die Olympiaqualifikation für Südkorea verpasste, droht aber der Sturz vom olympischen Thron. Er könnte von seiner Landsfrau, der Langläuferin Marit Björgen (6 Gold, 3 Silber, 1 Bronze), von der Spitze verdrängt werden. Auf Platz 2 liegt der nicht mehr aktive norwegische Langläufer Björn Dählie, der 8 Gold- und 4 Silbermedaillen gewann.

2861 Teilnehmer

2014 gingen in Sotschi 2861 Athleten an den Start – so viele wie noch nie zuvor. In Pyeongchang wird die Teilnehmerzahl wegen des Russland-Protests erst heute definitiv feststehen, aber die Marke von 2900 dürfte geknackt werden. Auch die Schweiz verzeichnet einen neuen Rekord: Vor vier Jahren waren es 163 Athleten, jetzt 170. Am wenigsten Teilnehmer verzeichnete Lake Placid 1932 mit 278, darunter waren nur 7 Schweizer.

1924 Startschuss

Die ersten Olympischen Winterspiele wurden 1924 in Chamonix durchgeführt. 294 Teilnehmer aus 16 Nationen kämpften in vier Sport­arten um 14 Medaillensätze. Die Schweiz war mit 37 Athleten vertreten. Drei Orte zeichneten sich als Doppelveranstalter aus: St. Moritz (1928 und 1948), Lake Placid (1932 und 1980), Innsbruck (1964 und 1976). St. Moritz ist bis heute der einzige Schweizer Austragungsort.

4 Goldmedaillen

Der erfolgreichste Schweizer Olympionike ist Simon Ammann. Der 36-jährige Toggenburger konnte sich bereits viermal Gold um den Hals hängen lassen. 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver wurde der Skispringer Doppelolympiasieger auf der Normal- und der Grossschanze. Mit je dreimal Gold folgen die Skifahrerin Vreni Schneider und der Langläufer Dario Cologna, der wie Ammann erneut am Start steht.

92 Länder

In Südkorea werden vom 9. bis 25. Februar 92 Länder an den Start gehen. Damit wird das bisherige Rekordergebnis der Winterspiele 2014 in Sotschi mit 88 Ländern deutlich übertroffen. Die Aufteilung nach den fünf Konti­nenten: Europa (53), Asien (16), Amerika (12), Afrika (8), Australien/Ozeanien (3). Sechs Länder feiern ihr Debüt: Ecuador, Eritrea, Kosovo, Malaysia, Nigeria und Singapur.

43 Prozent

59 der insgesamt 137 Schweizer Olympia­medaillen gingen auf das Konto der Skifahrer– das sind 43 Prozent. Die Alpinen fuhren bislang 20 Gold-, 19 Silber- und 20 Bronzemedaillen heraus. Die zweiterfolgreichsten Medaillensammler sind die Bobsportler, die 31-mal auf dem Podest standen (10 Gold und 10 Silber, 11 Bronze). Auf Rang 3 folgen die Snowboarder mit 12 Medaillen (7 Gold, 2 Silber, 3 Bronze).

Albert Krütli/SDA/SID

118 Triumphe

Wegen Ungereimtheiten nach diversen erst später bekannt gewordenen Dopingvergehen gibt es je nach Quelle unterschiedliche Angaben zum «ewigen» Medaillenspiegel. Unbestritten ist jedoch, dass Norwegen das Ranking vor den USA und Deutschland (ohne DDR) anführt. Die Norweger sammelten 118 Gold-, 111 Silber- und 100 Bronzemedaillen. Sie feierten insgesamt 22 Olympiasiege mehr als die USA. Die Schweiz nimmt mit 137 Medaillen den 8. Rang ein.

8,3 Milliarden

Höher, schneller, teurer: Der olympische Gigantismus hat auch vor Pyeongchang nicht Halt gemacht – wegen sündhaft teurer Bauprojekte haben sich die Gesamtkosten auf umgerechnet 8,3 Milliarden Euro addiert. Damit liegen die Südkoreaner zwar deutlich unter dem historischen Irrsinn-Etat von Sotschi 2014 mit 41 Milliarden Euro, doch ein warnendes Beispiel für die uferlose Kostendynamik der Olympischen Spiele ist Pyeongchang allemal.

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