Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Olma-Schwinget: Das sind Samuel Gigers Herausforderer

Mit dem Olma-Schwinget geht am Sonntag eine Freiluftsaison zu Ende, die Samuel Giger eindrücklich dominiert hat. In St.Gallen lauern jedoch gefährliche Gegner, die den Thurgauer stürzen wollen.
Ives Bruggmann
Samuel Giger jubelt nach seinem Sieg auf der Schwägalp. (Urs Bucher/TAGBLATT)

Samuel Giger jubelt nach seinem Sieg auf der Schwägalp. (Urs Bucher/TAGBLATT)

Samuel Giger ist ein Publikumsliebling. Egal, wo der 20-jährige Thurgauer in diesem Jahr auftrat, begeisterte er die Zuschauer. Zuletzt am Schwägalp-Schwinget im August, als er in den letzten zwei Gängen die Schwergewichte Christian Stucki und Daniel Bösch bodigte und den sechsten Sieg bei der sechsten Teilnahme an einem Kranzfest in dieser Saison sicherstellte. Der dreimalige Schwingerkönig Jörg Abderhalden zeigte sich beeindruckt ob Gigers Leistung auf der Schwägalp: «Was Giger da gezeigt hat, ist oberste Liga.» Mit dem Mann aus Ottoberg ist ohne Zweifel der zurzeit beste Schwinger am Olma-Schwinget ab
8.30 Uhr in St.Gallen zu Gast. Doch es lauern Herausforderer, die Giger eine seiner seltenen Niederlagen zufügen wollen – und können.

Daniel Bösch

Der 30-jährige Zuzwiler gehört zu den wenigen Schwingern, die Giger schon mindestens einmal bezwingen konnten. Dem in dieser Saison achtfachen Kranzgewinner Bösch gelang dies gar zweimal: im allerersten Aufeinandertreffen in Gossau 2014 gegen den damals erst 16-jährigen Giger an dessen erstem Kranzfest überhaupt. Und 2015 am Regionalfest auf dem Ricken. Seither gewann der Thurgauer in neun Kämpfen siebenmal, zweimal gab es ein Unentschieden. Auf der Schwägalp vor zwei Monaten trat Bösch im Schlussgang gegen Giger jedoch äusserst offensiv auf und brachte ihn damit an den Rand einer Niederlage. Bereits im ersten Zug nach wenigen Sekunden überraschte der gebürtige Toggenburger den späteren Festsieger. Wenn Bösch so auftritt, kann er jedem gefährlich werden. Auch Giger.

Domenic Schneider

Es gibt wohl keinen Schwinger in der Schweiz, der Giger so gut kennt wie Domenic Schneider. Die beiden Kameraden des Schwingclubs Ottoberg sind oftmals auch ausserhalb des Schwingplatzes gemeinsam anzutreffen. An den Kranzfesten steht der jüngere der beiden Schneider-Brüder jedoch fast immer im Schatten Gigers. Ihm bleibt meist die Aufgabe, den Clubkameraden am Ende des Schwingfests für die traditionelle Siegerpose zu schultern. Der 130 kg schwere Schneider ist für seine Masse ein äusserst beweglicher und schnellkräftiger Schwinger. Der 24-Jährige hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem sicheren Wert in der Thurgauer Mannschaft entwickelt. In dieser Saison erreichte Schneider die Kranzränge gleich siebenmal. Die gute Nachricht für Schneider: träfe er am Olma-Schwinget auf Giger, wäre dies wohl aufgrund der Clubzugehörigkeit der Schlussgang. Domenics Bruder Mario, der in diesem Jahr nicht am Olma-Schwinget teilnimmt, ist übrigens nicht nur der Sieger der letzten Austragung des Olma-Fests vor drei Jahren, sondern auch der letzte Bezwinger Gigers. Im April bodigte er den Schwägalp-Sieger am Thurgauer Frühjahrsschwingfest in Sirnach.

Nick Alpiger

Aus den übrigen vier Teilverbände dürfen je drei Gäste am Olma-Schwinget teilnehmen. Der stärkste ist auf dem Papier eindeutig der Aargauer Nick Alpiger, der den Nordwestschweizer Schwingerverband vertritt. Der 21-Jährige gehört wie Giger zu den vielversprechendsten Akteuren der kommenden Jahre. In dieser Saison gewann Alpiger zwei Kranzfeste und hat damit in der Nordwestschweiz die Leaderrolle übernommen. Gleich im ersten Gang bekommt es Alpiger mit Giger zu tun. In den bisherigen drei Aufeinandertreffen schwang bislang stets der Thurgauer obenaus. Änderte sich am Olma-Schwinget etwas an dieser Statistik, käme dies einer Überraschung gleich.

Ein Aussenseiter

Neben Giger, Bösch, Schneider und Alpiger nehmen noch drei weitere Eidgenossen am Olma-Schwinget teil: die Thurgauer Beni Notz und Stefan Burkhalter sowie der Appenzeller Raphael Zwyssig. An einem guten Tag dürfen auch sie eine Spitzenklassierung ins Auge fassen. Der 44-jährige Burkhalter ist zweifacher Sieger des alle drei Jahre stattfindenden Schwingfests an der Olma. In dieser Saison holte sich der Turnerschwinger vier Kränze, was ihn zum Thurgauer Rekordsammler mit aktuell 105 Kränzen macht. Er löste Otto Brändli aus Bommen ab. Das nächste Ziel ist nun das Eidgenössische in Zug.

Die Spitzenpaarungen des ersten Gangs

Samuel Giger*** (TG) – Nick Alpiger*** (AG)
Daniel Bösch*** (SG) – Marcel Bieri** (ZG)
Domenic Schneider*** (TG) – Carlo Gwerder** (SZ)
Samir Leuppi** (ZH) – Dominik Waser** (ZG)
Raphael Zwyssig*** (AP) – Johann Borcard** (FR)
Beni Notz** (TG) – Martin Roth** (AP)
Stefan Burkhalter*** (TG) – Michael Rhyner** (SG)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.