Österreichs Eishockey im Aufwind

In den vergangenen zehn Jahren präsentierte sich das österreichische Eishockey Nationalteam als Liftmannschaft, welche stets zwischen A- und B-Gruppe pendelte. Das soll dieses Jahr anders werden. Das österreichische Eishockey erlebt momentan einen deutlichen Aufschwung.

Roger Bader
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Der Rapperswiler Aushilfstrainer Roger Bader, links, gibt Spieler Stacy Roest Anweisungen, beim ersten Eishockey Playout Halblfinalspiel zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und den SCL Tigers am Dienstag, 9. Maerz 2010, in der Diners-Club Arena in Rapperswil. (KEYSTONE/Photopress/Steffen Schmidt) (Bild: STEFFEN SCHMIDT (PHOTOPRESS))

Der Rapperswiler Aushilfstrainer Roger Bader, links, gibt Spieler Stacy Roest Anweisungen, beim ersten Eishockey Playout Halblfinalspiel zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und den SCL Tigers am Dienstag, 9. Maerz 2010, in der Diners-Club Arena in Rapperswil. (KEYSTONE/Photopress/Steffen Schmidt) (Bild: STEFFEN SCHMIDT (PHOTOPRESS))

In den vergangenen zehn Jahren präsentierte sich das österreichische Eishockey Nationalteam als Liftmannschaft, welche stets zwischen A- und B-Gruppe pendelte. Das soll dieses Jahr anders werden. Das österreichische Eishockey erlebt momentan einen deutlichen Aufschwung. Dies zeigte sich voriges Jahr durch die Teilnahme an den Olympischen Spielen von Sotschi und den Aufstieg in die A-Gruppe ein paar Wochen später. Der wichtigste Schritt war das Engagement des Finnen Alpo Suhonen als Sportdirektor 2012. Er modernisierte die ganze Eishockey-Bewegung in Österreich und steht am Ursprung des Aufschwungs, den das österreichische Eishockey nun erfährt. Seit einem Jahr unterstütze ich ihn in der Funktion als Ausbildungschef und im Staff der verschiedenen Nationalteams. Der dritte Mosaikstein war das Engagement von Dan Ratushny als Headcoach der Nationalmannschaft. Der charismatische, top professionelle Meistertrainer von Red Bull Salzburg erinnert mich in vielem an Ralph Krüger.

In der Gruppenphase bestreiten wir in zwölf Tagen sieben Spiele. Um den Ligaerhalt zu schaffen, müssen wir mindestens zwei Partien gewinnen. Ein Schlüsselspiel könnte für uns Spiel sechs gegen Deutschland werden – gegen Schluss einer anstrengenden Phase, in der alle Beteiligten schon müde sind. Wir haben darum bei der Selektion stark auf die physischen Qualitäten geachtet. Es wurde kein Spieler selektioniert, der nicht zu hundert Prozent fit ist. Aus diesen Gründen gingen wir in der mehrwöchigen Vorbereitung neue Wege und legten grossen Wert auf das athletische Training neben dem Eis.

Roger Bader war jahrelang Cheftrainer des EHC Uzwil und Assistenzcoach bei verschiedenen NLA-Clubs. Seit 2014 arbeitet der Ostschweizer für Österreichs Verband und gehört an der WM zum österreichischen Trainerstab.

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