Österreich wie die Schweiz

fussball. 24 Stunden nach der Schweiz verliert auch EM-Partner Österreich das Auftaktspiel unglücklich. Das Siegestor erzielt Luka Modric mittels Foulpenalty bereits in der vierten Minute.

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Die Parallelen zum Schweizer Startspiel am Tag zuvor waren im Ernst-Happel-Stadion in den Schlussminuten frappant. Der Gastgeber stürmte, war aber nicht vom Glück begünstigt. Eine letzte Chance vergab der eingewechselte Roman Kienast in der 93. Minute per Kopf, nachdem zuvor die ebenfalls eingewechselten Ivica Vastic (84.) und Ümit Korkmaz (86.) an Goalie Stipe Pletikose gescheitert waren. Die Mannschaft von Coach Josef Hickersberger bestätigte mit der Leistung in der letzten Viertelstunde den Aufwärtstrend der vergangenen Testspiele. Sie steigerte sich nach einer schwachen ersten halben Stunde, weil vor allem gegen Ende auch Captain Andreas Ivanschitz besser wurde und die eingewechselten Offensivspieler mehr Qualität einbrachten.

Ungestümer Routinier

Für Österreich stand eine junge Mannschaft auf dem Platz; sechs von zehn Feldspielern waren 25jährig oder jünger. Doch dann war es ausgerechnet der 37jährige Rene Aufhauser, dem schon nach 140 Sekunden der letztlich entscheidende Fehler unterlief. Der Mittelfeldspieler von Salzburg stellte sich Kroatiens Ivica Olic ungestüm in den Weg und verursachte so den Foulpenalty, den Luka Modric verwertete.

Nur wenig Positives

Doch mit Ausnahme des Resultats hatte Kroatien wenig Positives zu bieten. Abgesehen von den ersten 25 Minuten präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Slaven Bilic nie wie ein Geheimfavorit auf den Titel. Dazu war Luka Modric zu selten der ballsichere Regisseur. Kamen über rechts von Darijo Srna wenig Impulse und war Niko Kranjcar auf der anderen Seite gar ein Ausfall. Und auch Mladen Petric fiel nur selten auf. In seiner besten Aktion des Spiels setzte der Schweiz-Kroate aus dem Aargau seine Direktabnahme aus zehn Metern über das Tor (35.). (si)