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Oehninger geht seinen eigenen Weg

Die 1.-Liga-Saison steuert auf die finale Phase zu. Das Playoff, die schönste Zeit für einen Eishockeyspieler, beginnt. Mittendrin steht der 23jährige Thurgauer Goalie Remo Oehninger, der seine zehnte Saison beim EHC Winterthur spielt.
Remo Fuchs
Remo Oehninger (rechts) behält auch in stressigen Situationen, wie hier im Spiel gegen den EHC Frauenfeld, die Übersicht. (Bild: Mario Gaccioli)

Remo Oehninger (rechts) behält auch in stressigen Situationen, wie hier im Spiel gegen den EHC Frauenfeld, die Übersicht. (Bild: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. Sie sind Spezialisten, Einzelkämpfer in einer Gruppe. Sie sind ein fester Bestandteil des Teams, jedoch aufgrund der Position teilweise etwas ausserhalb. Sie bewegen sich stets auf schmalem Grat zwischen Held oder «Fliegenfänger». Ein guter Torhüter kann Spiele gewinnen, ein schlechter Torhüter steht selten in einer erfolgreichen Mannschaft.

In einer erfolgreichen Mannschaft, dem Leader der Regio-League-Gruppe Ost, steht auch Remo Oehninger. Für den 23jährigen Erzenholzer ist es seine zehnte Saison beim ambitionierten EHC Winterthur.

Anfänge bei Frauenfeld

Das Eishockey-Abc erlernte der Keeper beim EHC Frauenfeld, wo er sich mit sieben Jahren der Sportart verschrieb. Für die Kantonshauptstädter stand er sieben Saisons zwischen den Pfosten, danach wechselte er in die Eulachstadt. Dort arbeitete sich Oehninger hoch und konnte sich schon mit 16 Jahren in der ersten Mannschaft etablieren. Als Backup-Goalie lernte er in der 1. Liga Schritt für Schritt dazu, bei den Junioren sammelte Oehninger Spielpraxis. Es dauerte nicht lange, da klopfte das Talent mit seinen starken Leistungen lautstark an die Türe des Stammtorhüters.

Oehninger weckte auch das Interesse des HC Thurgau. «Es ist schön, wenn man ein solches Angebot bekommt, in der NLB zu spielen. Für mich war aber klar, dass der Beruf Vorrang hatte», sagt Oehninger rückblickend. Ein weiser Entscheid des jungen Keepers. Denn nach seiner Lehre als Kältemonteur bestand er die Technische Berufsmaturität mit Bravour und begann danach in Winterthur mit dem Studium (Wirtschaftsingenieur).

Es ist nicht der typische Weg, den Remo Oehninger eingeschlagen hat. Viele junge Sportler verfallen dem Traum, in der NLB oder sogar in der NLA Fuss zu fassen und danach vom Eishockey zu leben, und erhalten oft Jahre später die Quittung. Der Erzenholzer hütete neben seiner Arbeit an der beruflichen Laufbahn weiter auf hohem Niveau erfolgreich das Tor für Winterthur. Zwei Saisons lang war er die unbestrittene Nummer 1 im Kasten. Auf diese Spielzeit hin hat sich die Situation jedoch verändert. Mit Remo Trüb (20) holte sich der Verein ein Goalietalent von der Organisation der ZSC Lions an Bord. Eine klare Nummer 1 gibt es bei Winterthur seither nicht mehr. Für den Thurgauer aber kein Problem: «Trainer Markus Studer wendet das Rotationsprinzip an. Wir wechseln uns immer ab. Mit dem sportlichen Konkurrenzkampf können wir uns zusätzlich pushen.»

Persönliches Kantonsderby

Für einen Thurgauer in Diensten des EHC Winterthur ist es auch immer speziell, wenn man gegen die Pikes Oberthurgau oder den EHC Frauenfeld spielt. Sozusagen ein persönliches Kantonsderby. Eine spezielle Affiche war es für Oehninger beim letzten Auswärtsspiel in der Masterround gegen Frauenfeld (5:3-Sieg). Im Tor des EHCF stand mit Andreas Schoop sein ehemaliger Nachbar aus Erzenholz. «In der Jugend schaute ich immer zu Andreas hinauf. Er war quasi mein Goalie-Vorbild. Darum war es speziell, als wir gegeneinander spielten», erklärt der 23-Jährige. Oehninger freut sich nun auf die Playoffs.

Nach der 3:4-Niederlage im Penaltyschiessen gegen Bülach am Samstag ist nun auch der Playoff-Gegner (Chur) bekannt. Für den Goalie ist die Marschrichtung in der schönsten Zeit des Jahres absolut klar: «Alles aus dem Weg räumen und am Schluss mit der Medaille als Schweizer Meister der Regio League grüssen.»

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