Nur WM-Silber für Sirnacherinnen

KUNSTRAD. In Malaysia fand die Kunstrad-WM statt. Dem Sirnacher Vierer glückte die Titelverteidigung nicht. Die Hinterthurgauerinnen wurden Zweite. Die Motivation ist aber keineswegs abhanden gekommen. Nächstes Jahr in Stuttgart soll es wieder der WM-Titel sein.

Urs Nobel
Drucken
Teilen
Die Sirnacherinnen zeigen ihre Medaillen. So ganz glücklich sind sie mit Silber nicht. (Bild: pd)

Die Sirnacherinnen zeigen ihre Medaillen. So ganz glücklich sind sie mit Silber nicht. (Bild: pd)

Der Samstag der Kunstrad-WM stand aus Schweizer Sicht im Zeichen der Titelverteidigung des Sirnacher Vierers mit Céline Burlet, Flavia Zuber sowie Jennifer und Melanie Schmid. Die Sirnacherinnen starteten als letzte und wussten, dass das deutsche Team mit seiner Punktzahl zu schlagen sein sollte. Die Schweizerinnen starteten stark und schafften die Viererrunde mit Drehungen problemlos. 2014 setzte es bei diesem Bild einen Sturz ab.

Lange auf Goldkurs

Einen Sturz setzte es dann doch noch ab. Doch die Sirnacherinnen wiederholten ihr Bild und blieben auf Goldkurs. Es sollte jedoch nicht sein. Ein weiterer Block, bei dem zwei der vier stürzten, führte zu einem Schockmoment mit der Konsequenz, dass sich die Gruppe nicht mehr richtig positionierte. Die Hälfte der Kür war in der Folge nur noch reine Improvisation und entsprechend tief fiel die Notengebung aus. Dass es doch noch für Rang zwei reichte, befriedigte in keiner Art und Weise, und Melanie Schmid meinte stellvertretend für alle: «Bis wir das verdaut haben, wird es noch lange dauern. Es ist wie ein Albtraum, aus dem man nicht erwacht.» Und trotzdem gibt sie sich sofort wieder kämpferisch. «Die Motivation ist uns aber keineswegs abhanden gekommen. Vielmehr ist sie gestiegen. Nächstes Jahr findet die Weltmeisterschaft in Stuttgart statt und dort werden wir uns für das aktuelle Resultat revanchieren.»

Bronze für Uzwiler Zweier

Die WM startete am Freitag, und relativ früh konnte man sich in der Schweiz informieren, dass der gemischte Uzwiler Zweier Lukas Burri/Fabienne Hammerschmidt die Bronzemedaille gewonnen hatte.

Lukas Burri startete für die Schweiz auch als Einzelfahrer. Er fand Aufnahme in die Final-4-Runde. Er bestätigte seine Leistung, eine Rangverbesserung setzte es aber nicht ab. Einen Rang besser schloss der Frauen-Zweier mit der Uzwilerin Rahel Nägele und ihrer Partnerin Fabienne Gamper aus Wülflingen ab. Sie absolvierten einen fehlerfreien Auftritt und sorgten für eine Medaillenbilanz, die sich sehen lassen konnte. Zusammen mit den Altdorfer Radballern kehrt die Schweizer Delegation mit vier Medaillen im Gepäck nach Hause zurück.