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Nur eine gute Halbzeit reicht nicht: Der FC Basel verliert auch das Rückspiel gegen den LASK und scheidet aus

Nach dem 1:2 im Hinspiel spielt der FC Basel im Rückspiel in Linz eine Halbzeit sehr gut, nutzt aber die Chancen nicht und verliert am Ende die Partie mit 1:3. Damit spielt der Schweizer Vizemeister im September nicht Champions- sondern Europa League
Jakob Weber

Marcel Koller betritt die Linzer Gugl mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Seinem «Albtraum-Stadion» – mit Österreich verlor Koller hier 0:3 – begegnet der Schweizer demonstrativ gelassen. Zu diesem Zeitpunkt glaubt der FCB-Trainer an ein Weiterkommen. Trotz der 1:2-Niederlage im Hinspiel und der schlechten Ausgangslage.

Der Matchplan ist geschmiedet. Mit mehr Bereitschaft und Wille als noch vor Wochenfrist im Joggeli soll sein FCB die letzte Chance nutzen und das Spiel gegen den LASK noch drehen. «Wir müssen uns mit und ohne Ball wehren», so Koller und seine Mannschaft setzt das um.

Der FCB gewinnt von Beginn an viel mehr Zweikämpfe als noch im Hinspiel. Nur die individuellen Fehler kann er nicht ganz abstellen. Eray Cömert lädt Klauss schon in Minute fünf zum Toreschiessen ein, doch der Brasilianer lehnt fahrlässig ab.

Doch je länger diese erste Hälfte im Nieselregen von Linz dauert, desto dominanter wird der FCB. Immer wieder umspielt Rotblau das Pressing des LASK mit langen Bällen auf die beiden Flügel. Und immer dann wird es gefährlich. Kemal Ademi (11.) scheitert mit einem Kopfball an der Latte. Valentin Stocker (22.) schlenzt knapp am Lattenkreuz vorbei und schafft es auch in Minute 38 nicht, den Ball am zweiten Pfosten über die Linie zu drücken.

Es hätte auch gerne Elfmeter geben können

Stocker wird in dieser kniffligen Situation von Goalie Schlager gefällt, doch die Pfeife des Schiedsrichters bleibt stumm. Kein Penalty. Doch der FCB bereitet LASK-Trainer Valérien Ismael Sorgen. Wild fuchtelnd versucht der Franzose, sein Team aus der Defensive zu schieben. Kollers Lächeln ist zu diesem Zeitpunkt bereits verschwunden. Die Chancenauswertung treibt ihm Sorgenfalten auf die Stirn.

Nach dem Seitenwechsel hält der LASK den FCB vom eigenen Tor fern. In der 59. Minute fuchtelt Ismael wieder. Doch diesmal ist es ein Jubelfuchteln. Raoul Petretta hatte eine Flanke von Ranftl unhaltbar ins kurze Eck abgelenkt. Wie schon im Hinspiel trifft der LASK per Abfälscher.

Neun Minuten Hoffnung auf die Verlängerung

Die Gugl wird jetzt zu dem Hexenkessel, den Ismael versprochen hat. Und der FCB? Der spielt zum 14. Mal hintereinander nicht zu Null und erholt sich lange nicht von diesem Schock. Erst ein Energieanfall von Silvan Widmer (80.) und der Ausgleich von Ademi, der in der Mitte den richtigen Riecher hat, bringt die Hoffnung auf die Verlängerung für ein paar Minuten zurück.

Doch das Ademi-Tor bleibt die einzige FCB-Chance im zweiten Durchgang. In den Schlussminuten trifft stattdessen der LASK durch Goiginger und Raguz noch zweimal gegen den alles nach vorne werfenden FCB. So lacht am Ende Ismael und Koller verlässt die Gugl mit versteinerter Miene.

Der internationale Höhepunkt für den LASK

Der FC Basel zieht nach zwei Spielen mit nur einer guten Halbzeit verdient den Kürzeren und spielt im September definitiv in der Europa- und nicht in der Champions League. Die magische Nacht gehört diesmal den Österreichern. Für den LASK ist das Weiterkommen der Höhepunkt seiner noch jungen internationalen Historie mit erst 29 Spielen. Linz spielt jetzt gegen Brügge um den Einzug in die Königsklasse, während der FCB – für den das Spiel gestern das 250. internationale war – nach vier englischen Wochen in Folge immerhin etwas Durchschnaufen und seine Wunden lecken kann.

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