«Nur das Tüpfchen auf dem i fehlt»

Laurien van der Graaff hat in der dritten Etappe der Tour de Ski in Lenzerheide das Podest nur knapp verpasst. Im Skating-Sprint wurde sie Vierte und erreichte damit ihr zweitbestes Weltcup-Resultat.

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Laurien van der Graaff hat in der dritten Etappe der Tour de Ski in Lenzerheide das Podest nur knapp verpasst. Im Skating-Sprint wurde sie Vierte und erreichte damit ihr zweitbestes Weltcup-Resultat.

Etwas mehr Kraft sowohl auf der zweiten Runde als auch im Finish und Sie hätten einen Podestplatz erreicht. Welche Gefühle löst dieser vierte Rang aus?

Ich bin zufrieden, auch wenn das Tüpfchen auf dem i fehlt. Den Platz auf dem Podest vergab ich auf der ersten Runde. Da wurde ich in der Zielkurve abgedrängt. Die Lücke zu den Besten konnte ich nicht mehr schliessen.

Ihr gefürchtetes Finish konnten Sie nicht mehr anbringen.

Leider nicht. Ich nehme aber das Positive mit. Der vierte Rang ist vielversprechend. Jeder Teileinsatz, Prolog, Viertel-, Halbfinal und Final vermittelt Selbstvertrauen. Die Gewissheit, dass ich auf der Zielgeraden niemanden zu fürchten brauche, lasse ich mir nicht nehmen.

Die Konkurrenz war gross, der Stellenwert dieses Rennens beachtlich. Wie schätzen Sie das Resultat im Vergleich zu Ihrem bis anhin wertvollsten Ergebnis ein, dem dritten Platz beim Weltcup-Auftakt vom Oktober 2011 in Düsseldorf?

Rang drei ist besser als Rang vier. Das ist Fakt.

Der Parcours in Lenzerheide war länger und selektiver. Das spricht für Ihre Fortschritte.

Das lasse ich gelten.

Und im Tour-de-Ski-Zwischenklassement belegten Sie Rang zehn. Trotzdem stiegen Sie nach dem Rennen aus. Wieso?

Das war stets so geplant gewesen. Als Sprinterin konnte ich mich in den ersten drei Etappen halten. Das weitere Programm macht für mich keinen Sinn. Ich richte nun den Fokus in Richtung Olympia. (gg)