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Nun kostet die Champions League im Fernsehen

Wenn am Dienstag die Gruppenphase der Champions League beginnt, schauen viele Schweizer Sportfans in die Röhre. Erstmals zeigt SRF nur noch am Mittwoch ein Spiel live. Somit ist von den sechs YB-Partien bloss die Hälfte im freien TV zu sehen.
Daniel Wyrsch
Wieder Champions League in Bern: So wie 2005, als der FC Thun zu Gast war. (Bild: Urs Bucher/Keystone (Bern, 27. September 2005))

Wieder Champions League in Bern: So wie 2005, als der FC Thun zu Gast war. (Bild: Urs Bucher/Keystone (Bern, 27. September 2005))

Wenn die Berner Young Boys am Mittwoch (21 Uhr) ihre Premiere in der Champions League feiern, dann wird das Schweizer Fernsehen das Gruppenspiel gegen Manchester United auf den SRG-Kanälen live übertragen. Nicht aber den zweiten YB-Auftritt in der Königsklasse am Dienstag in zwei Wochen auswärts gegen Cristiano Ronaldos Juventus Turin. Grund: Die Champions League ist in der Schweiz am Dienstag nur noch gegen Geld zu haben, weil Teleclub deren Rechte erworben hat. Somit ist von den sechs Partien der Young Boys nur die Hälfte am freien TV zu sehen.

Vorbei sind die Zeiten, in denen die vom Fernsehen verwöhnten Schweizer Sportfans am Dienstag und am Mittwoch je einen internationalen Topmatch kostenlos auf den staatlichen SRG-Sendern verfolgen konnten. SRF, RTS und RSI können lediglich noch am Mittwoch ein Spiel der Königsklasse live und exklusiv im frei empfangbaren Fernsehen zeigen. Mindestens sind die Highlights aller Spiele ebenfalls weiterhin im Programm.

Aktuelle Vereinbarung mit der Uefa gilt drei Jahre

Die SRG-Vereinbarung mit dem europäischen Fussballverband Uefa gilt bis zum Ende der Saison 2020/21. Was danach kommt, steht in den Sternen. Die Schweiz ist bis heute nur deshalb eine halbfreie Fernsehinsel, weil das Land mit den drei zu bedienenden Sprachregionen für die Uefa ein zu unbedeutender Markt ist.

Was jetzt schon klar ist: Die Schweiz nähert sich der internationalen TV-Realität an. Im europäischen Ausland gibt es die Champions League schon lange fast ausnahmslos nur noch im Bezahlfernsehen. Mit Beginn der laufenden Saison hat in Deutschland das öffentlich-rechtliche ZDF die Rechte verloren, der Sender hatte in den vergangenen Jahren entweder am Dienstag oder am Mittwoch einen Livematch gesendet. Per sofort muss der Pay-TV-Sender Sky die Zuschauer bei Königsklasse-Spielen von Bayern München, Dortmund, Hoffenheim und Schalke nicht mehr teilen, er hat die exklusiven Rechte.

In der Schweiz ist Teleclub wie erwähnt (noch) nicht der alleinige Rechteinhaber, doch Programmchefin Claudia Lässer macht selbstbewusst Werbung in eigener Sache: «Unser Angebot ist hierzulande einmalig. Man kann bei uns jedes Champions-League-Spiel sehen, die anderen in der Konferenz. Dazu haben wir das beste Line-up im Studio der Schweiz.»

Blick ins Champions-League-Studio von Teleclub. (Bild: PD)

Blick ins Champions-League-Studio von Teleclub. (Bild: PD)

Monatlich rund 30 Franken, Einzelspiel ab 5 Franken

Teleclub hat nicht nur in ein neues 300 Quadratmeter grosses Studio in Volketswil ZH investiert, sondern auch ins Personal. So wechselte der bisherige Jass- und Quiz-König des SRF, Roman Kilchsperger, als prominenter Moderator zum Teleclub. Als Experten sind Mladen Petric, Urs Meier, Gilbert Gress, Marcel Reif und Rolf Fringer an Bord. Der neue Anchorman Kilchsperger verspricht: «Wir orientieren uns an den grossen englischen und deutschen Formaten.» Bei Auftritten von YB «wollen wird das Ganze einschweizern».

Personal, Infrastruktur und erst recht die Rechte verursachen hohe Kosten, die finanziert werden sollten. Konsumenten, die über ein Swisscom- oder Sunrise-Abonnement verfügen, bezahlen für das monatliche Sportpaket 29.90 Franken zusätzlich zu den Grundkosten. Der Einzelkauf für ein Spiel beträgt zwischen 5 und 7.50 Franken. Wenn YB das zweite Gruppenspiel bei Juve austrägt und Teleclub exklusiv überträgt, kostet der Match 7.50 Franken.

Als Alternativen zum Bezahlen dieser Gebühren gibt es Sportbars oder Pubs mit Live-Fussball.

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