Nach Turnskandal muss der nächste im Verband gehen: Auch Geschäftsführer Ruedi Hediger tritt zurück

Die Enthüllungen rund um den Schweizerischen Turnverband fordert eine weitere personelle Konsequenz. Nach Felix Stingelin ist der nächste Entscheidungsträger weg: Geschäftsführer Ruedi Hediger tritt Ende Jahr zurück.

Raphael Gutzwiller
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Tritt Ende Jahr zurück: Ruedi Hediger.

Tritt Ende Jahr zurück: Ruedi Hediger.

Alex Spichale / AGR

Die Schlagzeilen rund um den Schweizerischen Turnverband (STV) nehmen nicht ab. Seit acht ehemalige Spitzenturnerinnen ausgepackt haben über Missstände in Magglingen, steht der Verband in mächtiger Kritik. Der schon suspendierte Felix Stingelin ging letzte Woche im gegenseitigen Einverständnis. Nun folgt auch der Geschäftsführer Ruedi Hediger. Er verlässt den STV Ende Jahr – der Zentralvorstand nahm Hedigers Rücktrittsangebot an.

«Der Schweizerische Turnverband stand während den letzten Wochen aufgrund von diversen Vorwürfen in der Kritik», äussert er sich. «Als Geschäftsführer trage ich dafür übergreifend die Verantwortung. Auch wenn die laufenden Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, möchte ich mit meinem Rücktritt den Weg für einen Neuanfang mit neuen Personen frei machen.» Weiter entschuldigt sich Hediger: «Ich bedauere es, dass es unter meiner Führung zu Verfehlungen gekommen ist und Turnerinnen darunter gelitten haben. Dies tut mir ausserordentlich leid. Dies war nie unsere Absicht.»

Der 63-jährige Hediger ist seit 1995 beim Schweizerischen Turnverband tätig. Seit 2008 als Geschäftsführer. Vorerst übernimmt der derzeitige Finanzchef Kurz Hunziker die operative Führung des Turnverbands.