Nüssli möchte den HCT nach vorne bringen

Thomas Nüssli soll als neuer starker Mann beim HC Thurgau für Punkte sorgen und ein Vorbild für die jungen Spieler sein. Der 29jährige Stürmer hat beim NLB-Verein einen Vertrag für drei Jahre unterzeichnet – ohne Ausstiegsklausel.

Nicole D'orazio
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Thomas Nüssli (Bild: Reto Martin)

Thomas Nüssli (Bild: Reto Martin)

eishockey. Herisau, Zug, Rapperswil-Jona, Basel, Biel und nun Thurgau – Thomas Nüssli ist in der Schweizer Eishockeyszene rumgekommen. Nach vielen Jahren in der NLA sei es für ihn Zeit für etwas Neues geworden, wie er an der Medienkonferenz des HC Thurgau sagte: «In den letzten fünf Jahren habe ich mit meiner jeweiligen Mannschaft immer in den Playouts gekämpft. Das will ich nicht mehr.» Für ihn sei innerhalb der NLA nur ein Wechsel zu einem der fünf Spitzenteams in Frage gekommen. «Da die abgelaufene Saison allerdings schlecht für mich war, gestaltete sich dies als schwierig.»

So hatte sich der 1,90-m-grosse Stürmer entschieden, in der NLB nach einem Club zu suchen – trotz verschiedener Angebote aus der höchsten Spielklasse. Der HC Thurgau war für den Herisauer am naheliegendsten. «Ich möchte helfen, den Club wieder an die Spitze zu bringen und meine Erfahrungen an die jungen Spieler weitergeben.» Denn eine Mannschaft neu aufzubauen sei sehr schwierig und für ihn eine grosse Herausforderung.

Keine Rückkehr in die NLA

Nüssli hat beim HCT für drei Jahre mit Option unterschrieben. Auf eine Ausstiegsklausel hat er verzichtet. «Ich hatte meine Karriere in der NLA und liebäugle nicht mit einer Rückkehr», betont er. «Vielleicht schafft der eine oder andere Junge durch meine Hilfe den Sprung nach oben.» Zudem schätze er die kommende NLB-Saison als die stärkste aller Zeiten an, da viele Routiniers in die zweitoberste Schweizer Liga wechseln. Unbekannt ist die NLB für Nüssli nicht, 2005 hat er mit Basel den NLA-Aufstieg geschafft.

An die vergangene Saison bei Biel, wo er seit der Saison 2008/09 unter Vertrag stand, möchte der Hüne nicht mehr denken. Ende Januar verletzte sich Nüssli und musste am Rücken operiert werden. In 40 Partien erzielte er vorher sieben Tore und elf Assists. «Die schlechte Saison nur mit der Verletzung zu erklären, wäre falsch. Es hat aus verschiedenen Gründen nicht geklappt.» Aber das sei für ihn Schnee von gestern. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass er mit dem Trainer nicht immer gleicher Meinung war.

Umzug nach Gossau

Mit seiner Familie wird der HCT-Spieler von Basel nach Gossau ziehen. «Ich gehe sozusagen nach Hause. Gossau ist ideal, und ich bin schnell in Weinfelden.»

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