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Note 5,5 im WM-Zeugnis

Die Schweizer Delegation gewann an der OL-WM in Italien acht Medaillen. Bei 50 Prozent der Podestplätze hatten die Gebrüder Daniel und Martin Hubmann die Füsse im Spiel.
Urs Huwyler
Daniel (links) und Martin Hubmann haben zusammen mit Trainer Kilian Imhof die Benotung ihrer Einsätze vorgenommen. (Bild: Urs Huwyler)

Daniel (links) und Martin Hubmann haben zusammen mit Trainer Kilian Imhof die Benotung ihrer Einsätze vorgenommen. (Bild: Urs Huwyler)

OL. Fünf Medaillensätze werden an einer OL-WM bei den Männern vergeben. Wobei in der Sprint-Mixed-Staffel lediglich zwei Athleten zum Einsatz gelangen. Wenn nun Daniel und Martin Hubmann mit vier Podestplätzen aus dem Trentino (It) zurückkehren, muss kaum über «Erwartungen erfüllt oder nicht?» diskutiert werden. «Die Bilanz fällt insgesamt positiv aus», fassen die Hubmänner ihre Auftritte zusammen. Auf klassische Jubel-, Trubel-Wörter wie «genial, super, mega» verzichten sie schon vom Naturell her.

Athleten bewerten Resultate

Ein leiser Unterton lässt sich bei der Beurteilung der eigenen Leistung heraushören. Dieser widerspiegelte sich beim Empfang in Eschlikon. Trainer Kilian Imhof liess die Resultate durch die beiden Weltklasse-Athleten benoten. «Dreimal Silber ist ein Erfolg, doch das i-Tüpfelchen fehlt», so Daniel Hubmann. «Vor einem Jahr kehrte ich ohne Chance auf Gold von der WM zurück. Diesmal hatte ich den Titel vor allem im Sprint in den Beinen.» Dies ergab die Note 5,5 auf der Langdistanz und auf der Staffel reichte es ebenfalls zu keiner Sechs.

Die «4» über die Mitteldistanz (11.) korrigierte Hubmann der Ältere später nach unten. Was statistisch gesehen richtig war. Taktisch tat er das, was er in seiner Situation tun musste: Mit Risiko angreifen, auf Gold laufen, um sich nicht im Ziel sagen zu müssen, ich hätte vielleicht doch etwas mehr tun sollen. Diesmal ging die Routenwahl in die Büsche.

«Ich hätte mir mehr erhofft»

Hubmann der Jüngere musste sich in der Mixed-Sprint-Staffel zwangsläufig die Maximalnote erteilen. Immerhin wurde er Weltmeister. Dazu kam der zehnte Platz im Einzel. Was den EM-Dritten nicht wirklich begeisterte. «Ich hätte mir doch etwas mehr erhofft», stand Martin Hubmann seinem Bruder in der Analyse nicht nach. Ein Diplom (Top 6) hätte es sein sollen. Das ergab im OL-Zeugnis eine 5+ und einen abgerundeten Durchschnitt von 5,5.

Nebenbei erlitten die Männer eine kollektive interne «Niederlage» gegen die Frauen. Nach dem Rücktritt von Seriensiegerin Simone Niggli-Luder schien es, als könnten die Hubmann- und Kyburz-Brothers, Hertners und Rolliers das Interesse der Öffentlichkeit vermehrt auf sich ziehen. Doch die als Kollektiv überzeugenden Frauen behaupteten primär dank der dreifachen Weltmeisterin Judith Wyder, den Friederichs, Lüschers, Jenzers und Hauswirths die mediale Vormachtstellung.

«Wollen wir dies ändern», ist sich Daniel Hubmann bewusst, «brauchen wir Gold und Titel. Doch die Frauen sind wirklich stark gelaufen, haben durch starke Leistungen überzeugt.» Judith Wyder hätte im Zeugnis als Klassenbeste dreimal die «6» erhalten.

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