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Zuschauer im Überfluss auf der Schwägalp: Noch grösser geht nicht

Mit über 15000 Besuchern stellt der Schwägalp-Schwinget erneut einen Zuschauerrekord auf. Der Schwingsport wächst unaufhörlich, doch er stösst an seine Grenzen.
Laura Inderbitzin
Der Schwägalpschwinget lockt die Massen an. (Bild: Urs Bucher)

Der Schwägalpschwinget lockt die Massen an. (Bild: Urs Bucher)

Eng. So lässt sich der Schwägalp-Schwinget vom Sonntag beschreiben. Eng war es sowohl im Kampf um die Spitzenplätze als auch in der Arena. Für die Zuschauer gab es insbesondere während der Mittagszeit fast kein Durchkommen. Beim Bratwurstholen schlängelten sie sich aneinander vorbei, und beim Toilettengang mussten sie Wartezeiten einberechnen. Kein Wunder: Mit 15450 Besuchern verbuchte das Bergfest wieder einen Zuschauerrekord. Seit Jahren wachsen die Publikumszahlen auf der Schwägalp, im Vergleich zum vergangenen Jahr machten sie noch einmal einen Sprung. Über 2000 Zuschauer mehr als noch 2017 pilgerten an den Schwinget.

«Ja, es war teilweise ein wenig eng. Aber an welchem Anlass mit 15000 Besuchern ist es das nicht?», sagt Niklaus Hörler, OK-Präsident des Schwägalp-Schwingets. Er freut sich über den grossen Aufmarsch, gibt aber auch zu, dass das Fest bezüglich Grösse an seine Grenzen komme. «Die Arena können wir nicht vergrössern, mehr Platz haben wir nicht. Und irgendwann würde auch die Qualität des Fests darunter leiden.»

Der Schwägalp-Schwinget platzt aus allen Nähten

Entwicklung der Zuschauerzahlen seit 2000 (in Tausend)
2000200120022003200420052006200720082009201020112012201320142015201620172018Jahr051015203,83,815,4515,45

Tradition soll ihren Platz haben

Hörler glaubt jedoch nicht, dass der Schwinget irgendwann noch mehr Zuschauer als dieses Jahr anziehen wird. «Heuer war es aussergewöhnlich: Die Schwägalp war Höhepunkt der Saison, äusserst stark besetzt und auch das Wetter hat mitgespielt. Mehr geht nicht.»

In nächster Zeit sehen die Voraussetzungen anders aus. Jedes Jahr wird ein Fest mit eidgenössischem Charakter stattfinden: 2019 das Eidgenössische in Zug, 2020 der 125-Jahr-Jubiläumsschwinget des Eidgenössischen Schwingerverbands ESV, 2021 der Kilchberg-Schwinget und 2022 das Eidgenössische in Pratteln. Der Schwägalp-Schwinget wird damit jeweils nicht mehr Saisonhöhepunkt sein. «Das mit den Zuschauerzahlen wird sich deshalb von allein regeln.» Dieses Jahr sei das Fest gross gewesen, die Organisation habe aber «verhebt». Darauf könne man stolz sein. «Die Zuschauer haben ein gefreutes Fest erlebt.»

Die Besucherzahlen steigen aber nicht nur auf der Schwägalp, sondern an Schwingfesten schweizweit. Ob Kantonalfest, Teilverbandsschwinget oder eidgenössischer Anlass – überall verzeichnen die Organisatoren mehr Eintritte. Die Arena für das Eidgenössische in Zug fasst zum Beispiel über 56000 Personen. Das sind 4000 mehr als vor drei Jahren in Estavayer, und fast 10000 mehr als 2007 in Aarau. Hörler bewertet diesen Trend zwar positiv, «jedoch muss der Eidgenössische Verband sicherstellen, dass Traditionen im Schwingen weiterhin ihren Platz haben».

Der OK-Präsident spielt den Ball damit an den ESV. Obmann Paul Vogel sieht hier keine Gefahr. «Traditionen haben heute in jeder Schwing-Arena noch Bestand.» Es gebe nach wie vor keine Werbung in den Arenen, die Regeln seien praktisch gleich wie vor hundert Jahren, und den Zuschauern sei es wohl. «Schwingen ist so beliebt, gerade weil es traditionsreich ist.»

Beschränkungen sind kein Thema

Bezüglich Zuschauerzahlen sagt auch Vogel, dass langsam eine Grenze erreicht sei. «Mit den stetig steigenden Besucherzahlen wird es nicht mehr lange weitergehen.» Der Obmann sagt, die Zahlen würden sich einpendeln, und deshalb bestehe seitens des Verbands kein Handlungsbedarf. Es brauche keine Beschränkungen oder Ähnliches.

Noch enger wird es auf der Schwägalp wohl also nicht mehr werden. Sowohl Vogel als auch Hörler sehen in Sachen Zuschauer den Zenit erreicht.

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