Noch fünf Spiele bis zur Gewissheit

In der Super League sind bis zum Saisonende noch fünf Runden zu spielen. Bereits sind viele Entscheidungen gefallen. Basel ist der neuerliche Gewinn der Meisterschaft sicher, Aarau muss wohl mit dem Abstieg vorliebnehmen. Auch dank des FC St. Gallen ist der Kampf um die Europacupplätze neu lanciert.

Christian Brägger
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Raimondo Ponte Trainer FC Aarau (Bild: ky/Gian Ehrenzeller)

Raimondo Ponte Trainer FC Aarau (Bild: ky/Gian Ehrenzeller)

FUSSBALL. Man brauchte nicht eigens eine gewiefte Hellseherin aufzusuchen, um anhand ihres geübten Blickes in die Kristallkugel mit Basel den künftigen Schweizer Meister der Saison 2014/15 zu erraten. Und dass Aarau mit Vaduz gegen den Abstieg spielen würde, war im Grunde schon vor Saisonstart gegeben. Einzig den FC Thun, den hatte nun wirklich niemand auf der Rechnung. Zwar sind noch fünf Runden zu absolvieren, aber bei der Formschwäche der engsten Verfolger Zürich und St. Gallen sowie der momentanen Hausse der Berner Oberländer ist das Überraschungsteam von Trainer Urs Fischer für den guten dritten Platz gesetzt.

Basel Meister, Aarau Absteiger

Sowieso nicht mehr zu nehmen ist dem FC Basel der 18. Meistertitel der Vereinsgeschichte und damit der sechste de suite. Elf Punkte Vorsprung weist er vor den Young Boys aus, er hat am meisten Tore erzielt und am wenigsten erhalten. Die einzige Unruhe, die beim Schweizer Primus aufkommen kann, ist die Personalie Paulo Sousa. Erliegt der Coach trotz bestehendem Kontrakt dem Weibeln des Serie-A-Clubs Sampdoria Genua?

Am unteren Tabellenende wird Aarau den Kopf nicht mehr aus der Schlinge ziehen und von der Super-League-Landkarte verschwinden: sechs Punkte Rückstand auf den rettenden neunten Platz, am wenigsten Treffer erzielt, gemeinsam mit St. Gallen am meisten Tore kassiert. Auch der Trainerwechsel von Sven Christ zu Raimondo Ponte brachte mit fünf Zählern aus sechs Partien nicht den erhofften Effekt. Den Traditionsclub wird Lugano oder Servette ersetzen, womit in der Liga wieder eine zweite Landessprache Einzug hält. Die Aargauer könnten nun zu Recht darüber lamentieren, dass ihnen derzeit genau jene sechs Punkte auf Vaduz fehlen, die der FC St. Gallen den Liechtensteinern in den beiden Aufeinandertreffen der Rückrunde generös überlassen hat.

Bereits die nächste Saison planen können die Grasshoppers. Diese wird ohnehin schwierig genug, zumal der prognostizierte Weggang von Leistungsträger Michael Lang in die Bundesliga die Zürcher schwächen wird. Der FC Sion, lange in den Abstiegskampf involviert, darf sich sein Saisonende noch mit dem Cupsieg gegen Basel versüssen. Allerdings wird das Juwel Moussa Konaté – mit vier Treffern in den zwei Rückrundenspielen gegen den FC St. Gallen ist der Senegalese der personifizierte Schrecken der Ostschweizer – kaum im Wallis zu halten sein.

Luzern zurück im Geschäft

Dem FC St. Gallen ginge ein allfälliger Cupsieg Sions mächtig gegen den Strich, zumal dann Platz fünf nicht mehr für den Europacup berechtigt. Und nicht nur ihm. Denn mit Luzern, dem Team der Stunde, ist ein neuer Rivale um dieses Rangziel aufgetaucht. Unter der Leitung von Markus Babbel haben die Zentralschweizer die drittbeste Rückrunde gespielt. Nimmt man die derzeitige Verfassung beider Clubs zum Massstab, würde es nicht überraschen, wenn Luzern den Vier-Punkte-Rückstand noch wettmacht und sich den Platz an der Sonne krallt.

Die Tabelle der Super League

fünf Runden vor Schluss

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