Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ein Starttag ohne Medaillen an der nordischen Ski-WM: Noch fehlt den Schweizern der letzte Atem

Lachende Norweger und zerknirschte Schweden – wie erwartet schreiben nicht die Schweizer die grossen Geschichten des ersten WM-Tages. Nadine Fähndrich reicht es zur Ehrenmeldung.
Ralf Streule, Seefeld
Nadine Fähndrich ist im Ziel am Ende ihrer Kräfte, später mit dem siebten Platz aber zufrieden. (Bild: Peter Schneider/KEY (Seefeld, 21. Februar 2019))

Nadine Fähndrich ist im Ziel am Ende ihrer Kräfte, später mit dem siebten Platz aber zufrieden. (Bild: Peter Schneider/KEY (Seefeld, 21. Februar 2019))

Sehr gerne wäre man gestern Abend beim Team-Znacht der Schwedinnen dabei gewesen. Die eine oder andere spitze Bemerkung dürfte gefallen sein. Wer war nun schuld, dass im Frauensprint die Norwegerin Maiken Falla unbedrängt als erste ins Ziel laufen konnte? Drei Schwedinnen waren im Final gestartet, in der letzten Kurve nahmen sie sich im Kampf um die besten Plätze für die Zielgerade gleich selbst aus dem Rennen. Sie schenkten damit Norwegen am ersten WM-Tag die erste Goldmedaille – jene Goldmedaille, die man doch in Schweden als einzige der WM fest budgetiert hatte. Nur Favoritin Stina Nilsson konnte Falla noch halbwegs folgen, die anderen beiden, Maja Dahlquist und Joana Sundling wurden auch noch von Norwegens Mari Eide überspurtet.

Auf Klaebo warten weitere grosse Chancen auf Gold

Die norwegischen Fans – 35000 von ihnen werden an dieser WM in den zehn Tagen erwartet – nahmen es gerne zur Kenntnis. Und kamen im zweiten Final gleich noch einmal auf ihre Kosten, als Johannes Klaebo den Mitfavoriten Federico Pellegrino aus Italien auf den letzten Metern in die Schranken wies. Die norwegischen Festspiele sind mit den zwei Siegen also eröffnet – und die überlegenste Läuferin des Landes, Therese Johaug, hat gestern im Sprint noch nicht einmal in die WM-Entscheidungen eingegriffen. Der 22-Jährige Klaebo hat sein erstes WM-Gold geholt, vieles deutet aber darauf hin, dass der Mann, der sich in den Sprintvorläufen jeweils schon auf der Ziellinie aufreizend locker die Stöcke abstreift, weitere Medaillen folgen lassen wird. Im Teamsprint und in der Staffel liegt Gold bereit.

Die Schweizer hingegen konnten wie erwartet nicht in die Medaillenentscheidungen eingreifen. Nadine Fähndrich war am nächsten an einem Exploit. Der 23-jährige Luzernerin, die in der Qualifikation Zweite geworden war, misslang aber der erste Teil des Halbfinals, als sie sich nicht in Position bringen konnte. Erst gegen Ende des Rennens drehte sie auf – zuletzt fehlten nur gerade acht Hundertstelsekunden auf einen Finalplatz. Der siebte Platz ist für sie ein gutes Ergebnis, obschon sie bei vielen Beobachtern in den vergangenen Tagen zu einer Medaillenhoffnung avanciert war.

Die Medaillen scheinen weit weg

Schlechter erging es Laurien van der Graaff, die vor einem Jahr den Weltcup-Sprint in Seefeld gewonnen hatte, aber seither mit ihrer Form kämpft. Sie scheiterte bereits im Viertelfinal und wirkte danach ratlos. Am Sonntag starten die beiden gemeinsam im Teamsprint. Bei den Männern war es einzig Roman Schaad, der es in die Viertelfinals schaffte. Der zuletzt zuverlässigste Schweizer Jovian Hediger hingegen zog einen schlechten Tag ein. Die WM ist lanciert, für Swiss Ski dürfte sie aber zu einer schwierigen Angelegenheit werden. Die Medaillen hängen höher als auch schon.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.