Noch drei Teams zittern

Vier Wochen vor Saisonende kommen noch drei Mannschaften als Absteiger in Betracht. Für den Letzten Vaduz spricht wenig – für St. Gallen und Lausanne nur der aktuelle Vorsprung.

Ralf Streule
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Ralf Streule

Wen erwischt es am Ende? Am 2. Juni wird die 36. und letzte Runde der Super League gespielt – und noch immer müssen sich fünf Teams Sorgen machen. Ein Überblick zeigt die Abstiegsgefahrenstufe bei den fünf angezählten Kandidaten.

Vaduz

Seit dem Aufstieg 2014 zählen die Liechtensteiner stets zu den Abstiegskandidaten – Giorgio Contini schaffte den Ligaerhalt mit dem Team zweimal. Im März, kurz vor Ablauf seines Vertrags, entschieden sich Verein und Trainer jedoch, getrennte Wege zu gehen. Unter Roland Vrabec gingen die ersten drei Spiele verloren – aber nicht der Mut, den Abstiegskampf anzunehmen. Die drei Niederlagen waren teils unglücklich, kamen teils spät zu Stande und wurden gegen die gut klassierten Teams Young Boys, Sion und Luzern eingezogen. Ein 2:2 in Basel und der Auswärtssieg gegen Lausanne zeigen aber die aufsteigende Tendenz der Liechtensteiner. Auch wenn die gestrige 2:4-Heimniederlage gegen die Grasshoppers schwer wiegt: Abschreiben darf man sie noch nicht, der Rückstand auf St. Gallen beträgt nur fünf Punkte – und der Direktvergleich steht in einer Woche erst noch an.

Restprogramm Vaduz: St. Gallen (a), Young Boys (h), Lugano (a), Luzern (a), Thun (h)

Lausanne

Fabio Celestini bleibt seiner Linie treu, mutigen Fussball zu spielen. Und der Präsident der seinen, am Trainer festzuhalten. Die Konkurrenz kennt Lausannes Stärken mittlerweile. Nach Runde zehn stand man auf dem zweiten Platz, mittlerweile ist es der zweitletzte. Nach einer tiefschwarzen Phase haben sich die Waadtländer aber gefangen. Aus sieben Spielen resultieren zuletzt elf Punkte. Auch wenn das Heimspiel gegen Vaduz mit 1:3 verlorenging – eine Niederlage, die am Ende schmerzen könnte. Heute will Lausanne gegen St. Gallen reagieren.

Restprogramm Lausanne: St. Gallen (h), Grasshoppers (a), Luzern (a), Thun (h), Lugano (h), Young Boys (a)

St. Gallen

Auch wenn sich Contini nicht als Feuerwehrmann fühlt in St. Gallen: Ihm kommt die grosse Aufgabe zu, den Club so schnell wie möglich in ruhigere Gefilde der Super-League-Tabelle zu führen. Mit dem Team, das er vom Potenzial her deutlich zu schlecht platziert beurteilt, will er in diesen Tagen besonders auf die psychologische Arbeit viel Wert legen. Diese ist definitiv nötig: Nach sieben Spielen mit nur zwei Punkten sind die Ostschweizer das formschwächste Team der Liga. Ein erstes Schlüsselspiel steht heute auswärts gegen Lausanne an. Und dann, am kommenden Woche, ein zweites gegen Angstgegner Vaduz – den die Ostschweizer unter dem ehemaligen Vaduzer Trainer erstmals in der Super League bezwingen wollen. St. Gallen muss in diesen Spielen punkten. Auswärts gegen Lugano und Basel werden die Trauben höher hängen.

Restprogramm St. Gallen: Lausanne (a), Vaduz (h), Lugano (a), GC (h), Sion (h), Basel (a)

Thun

Mit Siegen gegen Luzern, St. Gallen und Sion hat Thuns neuer Trainer Mauro Lustrinelli bewiesen, dass man Jeff Saibene im Berner Oberland schnell vergessen machen kann. Mit dem ges­trigen 3:1-Sieg gegen Luzern hat sich Thun fast aller Sorgen entledigt. Auch wenn noch schwere Spiele gegen die Young Boys und in Basel anstehen.

Restprogramm Thun: Basel (a), Grasshoppers (h), Lausanne (a), YB (h), Vaduz (a).

Grasshoppers

Die Grasshoppers sind nach dem gestrigen 4:2 in Vaduz so gut wie über dem Berg. Mit Trainer Carlos Bernegger haben die Zürcher den Tritt definitiv gefunden, den sie im Winter nach dem Abgang von Regisseur Kim Källström verloren hatten. Sie haben zuletzt aus fünf Spielen zwölf Punkte erreicht. Zehn Punkte Vorsprung vor den letzten fünf Spielen sollten definitiv reichen.

Restprogramm Grasshoppers: Lausanne (h), Thun (a), St. Gallen (a), Basel (h), Sion (a)