NLA-PLAYOFF: Bern holt sich Finalticket im Penaltyschiessen

Bern steht in der NLA als erster Playoff-Finalist fest. Der Qualifikationssieger bezwingt Lugano zu Hause 4:3 nach Penaltyschiessen und gewinnt die Serie 4:1. Zug geht mit einem 4:3 gegen Davos wieder in Führung.

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Während bei Bern Verteidiger Jus­tin Krueger und Marc Arcobello im Penaltyschiessen erfolgreich waren, traf für Lugano einzig Rückkehrer Damien Brunner. In der regulären Spielzeit hatte der SC Bern ein 0:2 in der 29. Minute und 2:3 in der 40. Minute aufgeholt. Das 3:3 erzielte Verteidiger Eric-Ray Blum 213 Sekunden vor dem Ende. Damit nützte Lugano aller Einsatz nichts. Die Tessiner führten in Spiel fünf während 28 Minuten, verloren am Ende die Serie aber in fünf Partien – genau gleich wie vor einem Jahr den Final. Während der zwei Verlängerungen besass Maxim Lapierre in der 71. Minute die grösste Chance, ein sechstes Spiel in Lugano zu erzwingen. Nächste Saison wird es nicht mehr möglich sein, dass für eine Mannschaft die Saison mit einem verlorenen Penaltyschiessen zu Ende geht. Aber der Saison 2017/18 werden alle Playoff-Verlängerungen bis zu einem Siegtor («sudden death») ausgespielt.

Zug seinerseits kehrte nach zwei Niederlagen zum Siegen zurück. Im Gegensatz zum Samstag, als Zug die Davoser nach einer 3:1-Führung nochmals ins Spiel kommen liessen und am Ende verlor, liess sich das Team von Coach Harold Kreis diesmal die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Aber erneut mussten die Zuger nach einer Zweitoreführung nochmals zittern. Marc Wieser leitete mit seinem Powerplaytor aus spitzem Winkel zum 4:3 – acht Minuten vor dem Ende – eine hektische Schlussphase ein. Der HC Davos drückte mit allen Kräften und kam noch einmal zu erstklassigen Chancen, doch es reichte doch nicht mehr zum Ausgleich – auch nicht in den letzten 66 Sekunden, als die Bündner in Überzahl agieren konnten. Beim Siegtreffer hatte Dominic Lammer in der 48. Minute den Puck zwischen den Beinen von HC-Davos-Goalie Gilles Senn hindurchgestochert.

Ermüdungserscheinungen in der Spektakelserie

Nach einem furiosen Startdrittel zeigten die beiden Teams im mittleren Abschnitt leichte Ermüdungserscheinungen. Es brauchte schon ein Powerplay für Zug, damit Jarkko Immonen mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte die Zuger Führung erzielen konnte. Aus den Startblöcken waren die beiden Spektakelteams wieder wie Furien gekommen. Es dauerte nur gerade eine Minute, ehe Beat Forster völlig frei zum Schuss kam. Der Appenzeller Veteran liess sich nicht zweimal bitten. Im fünften Spiel der Halbfinalserie war es damit erstmals der HC Davos, der das erste Tor erzielen konnte. Bisher hatte stets Zug mit 1:0 vorgelegt.

Die Davoser Führung hielt fast achteinhalb Minuten. Dann aber drehten die Zuger durch einen Doppelschlag in 30 Sekunden die Partie. (sda)