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NLA-ABSTIEGSRUNDE: Fortitudo Gossau gewinnt das Derby gegen St.Otmar

Fortitudo Gossau gewinnt das 25. Derby daheim gegen St.Otmar deutlich mit 28:23. Der Matchwinner im Gossauer Team ist Goalie Aurel Bringolf, der ab Sommer für St.Otmar spielt.
Daniel Good
Starker Rückhalt: Aurel Bringolf (rechts) liess St. Otmars Spieler mit 20 Paraden verzweifeln. (Bild: Ralph Ribi)

Starker Rückhalt: Aurel Bringolf (rechts) liess St. Otmars Spieler mit 20 Paraden verzweifeln. (Bild: Ralph Ribi)

Daniel Good

Der Favorit St.Otmar enttäuschte im Vergleich mit dem kleinen Nachbar auf der ganzen Linie. Im Angriff wartete die Mannschaft aus der Stadt mit einer zu hohen Fehlerquote auf. In der Defen­sive gewährte sie dem Gossauer Topskorer Lucius Graf zu viele Freiheiten. Graf erzielte 14 Tore. ­Ondrej Zdrahala, der EM-Torschützenkönig in den Reihen St.Otmars, kam auf sechs Treffer. «Wir waren nicht bereit», sagte St.Otmars Cheftrainer Vedran Banic. «Ich nehme die Verantwortung für die Niederlage zu hundert Prozent auf mich. Ich habe die Mannschaft schliesslich auf das Spiel vorbereitet und eingestellt.» St.Otmar verlor zum ersten Mal in dieser Saison gegen Gossau nach einem Sieg und einem Unentschieden.

In der Bilanz seit dem ersten Derby vor rund zehn Jahren ergatterte Gossau den achten Sieg. Gossaus Captain Gabriel Würth war als einziger Spieler in allen 25 Vergleichen zwischen St.Otmar und Fortitudo dabei. «Es war heute eine grossartige Mannschaftsleistung mit einem herausragenden Goalie und einem treffsicheren Lucius Graf. Und als wir doch einmal in Rückstand gerieten, fingen wir uns zum Glück wieder auf», so Würth.

Das Playoff im Visier

Salopp formuliert bestehen Goss­aus Saisonziele darin, nicht abzusteigen und gegen St.Otmar zu bestehen. Nach den beiden Erfolgen zu Beginn der NLA-Abstiegsrunde sind die Ambitionen aber noch gestiegen. In der zehnten NLA-Saison hat Fortitudo reelle Aussichten, erstmals ins Playoff zu kommen. Weil nach einer Modusänderung auf diese Saison hin auch der Achte der Tabelle noch um den Meistertitel kämpfen kann. Die Chance, das Playoff zu erreichen, bezeichnete Gossaus Goalie Aurel Bringolf als Hauptmotivation für das gestrige Derby. «Zuerst geht es für Gossau ja immer darum, oben zu bleiben. Am besten so schnell wie möglich. Das geht natürlich am besten, wenn wir im Playoff mitspielen», so Bringolf. Der 52-fache Schweizer Nationalspieler brachte St. Otmar mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung. Erst als Bringolf nach der Pause eine Baisse einzog, kam St. Otmar auf. In der 48. Minute ging der Favorit zum ersten Mal in Führung, als Igor Milovic das 20:19 erzielte. Die Wende zu Gunsten St.Otmars schien eingeleitet, zumal auch noch das 21:19 fiel.

Gossau wankte, aber fiel nicht. Denn plötzlich war Bringolf wieder da. In den letzten zehn Spielminuten brachte er es auf zehn erfolgreiche Interventionen. Insgesamt wartete er mit 20 Paraden auf. Auch gegen St.Otmars Topspieler Zdrahala war er mehrmals zur Stelle. «Ich hatte ja genügend Zeit, um ihn im Video zu studieren», so Bringolf. «Und natürlich ist es eine spezielle Herausforderung, gegen den EM-Torschützenkönig zu spielen. Aber eine Meisterschaft dauert länger als ein Turnier. Auf jeden Fall ist es für den Schweizer Handballsport jedoch ausserordentlich gut, dass so ein Akteur in unserer Liga spielt.»

Mit seinem Schlussfurioso entschied Bringolf die Partie gegen den Club, für den er ab der kommenden Saison spielt. St. Otmars diesjährige Nummer eins Michal Shejbal vermochte erneut keine entscheidenden Akzente zu setzen. Seine Alternative Jonas Kindler kam aber nur bei einem Penalty zum Einsatz. Der Vertrag des Slowaken Shejbal wird nicht verlängert. Der einzige Trost für St.Otmar am gestrigen Abend war die Tatsache, dass ab der kommenden Saison mit Bringolf ein äusserst tauglicher Goalie zur Verfügung steht.

Profis gegen Amateure

Im Kader St.Otmars stehen sechs Ausländer, in jenem Gossau einer. Der Ungar Attila Kun fehlt aber wegen einer Verletzung schon länger. In der Offensive fiel gegen St.Otmar auch der starke Rückraumspieler Samuel Weingartner aus. So lastete im Angriff fast die ganze Verantwortung auf Lucius Graf, der sich aber hervorragend aus der Affäre zog und auch in der zweiten Spielhälfte kaum nachliess.

Eine wichtige Stütze im Goss­auer Mannschaftsgefüge war freilich auch die Abwehr mit den beiden Haudegen Marcel Oertig und Jonas Mächler am Kreis. Oertig hat auch schon mit Erfolg an Kranzschwingfesten teilgenommen. Der aus der March stammenden Mächler war gegen St.Otmar auch in der Offensive ein sicherer Wert.

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