Niederlagen für das Spitzentrio St. Gallen, Young Boys und Basel

Im Gegensatz zu jenen in der Super League geben sich die Topklubs in der deutschen Bundesliga und in der englischen Premier League keine Blösse.

Markus Brütsch
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Abgemeldet: Fabio Daprelà (Lugano, links) lässt Guillaume Hoarau (YB) keinen Raum.

Abgemeldet: Fabio Daprelà (Lugano, links) lässt Guillaume Hoarau (YB) keinen Raum.

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Meister YB ohne Nsame und Ngamaleu ein laues Lüftchen

Das geschieht in der Super League auch nicht alle Tage: Niederlagen des Spitzentrios in derselben Runde. Am 22. Spieltag unterlag der FC Basel zu Hause dem Schlusslicht FC Thun 0:1, verloren die Young Boys erstmals seit dem 15. März 2002 in Lugano (1:2) und tauchte der Leader FC St. Gallen in Luzern mit 0:1. Fabio Celestini , der neue Trainer der Zentralschweizer, ist nach Heiko Vogel (FCB), Uli Forte (YB), Urs Fischer (FCB), Adi Hütter und Gerardo Seoane (beide YB) erst der sechste Trainer, der in der Super League bei einem neuen Verein mit vier Siegen gestartet ist.

Die Niederlage des Meisters im Tessin kam angesichts der Formschwäche des FC Lugano nach der Winterpause überraschend. Allerdings hatte auch YB in den letzten drei Auswärtspartien nicht überzeugt und kein einziges Tor geschossen. Im Cornaredo konnte es zwar durch den Debütanten Samuel Ballet wieder einmal einen Treffer erzielen, doch dieser fiel in der 90. Minute und damit zu spät.

Es wurde ersichtlich, dass es den Bernern ohne die gesperrten Jean-Pierre Nsame und Nicolas Ngamaleu und dem zu Leganes transferierten Roger Assalé in der Offensive an Substanz fehlt. Sie dürften froh sein, am nächsten Sonntag im Spitzenkampf in St. Gallen mit dem von TP Mazembe verpflichteten 23-jährigen Meschak Elia neben den Rückkehrern Nsame und Ngamaleu noch eine Option mehr zu haben. Denn es stellt sich die Frage, ob Guillaume Hoarau noch einmal zu alter Form zurückfindet. In Lugano erweckte der 36-jährige Franzose den Eindruck, der Zahn der Zeit habe bös an ihm genagt. «Wir hatten viel Ballbesitz, fanden gegen den tief stehenden Gegner aber keine Lösungen», sagte Trainer Gerardo Seoane.

Servette - FCZ: Koro Koné bringt die Genfer 2:1 in Führung.

Servette - FCZ: Koro Koné bringt die Genfer 2:1 in Führung.

Keystone

Servette top, der FCZ schon wieder im Krisenmodus

In Genf überzeugte derweil der kecke Aufsteiger Servette weiter und distanzierte im Direktduell den FC Zürich mit einem 4:1-Sieg auf fünf Punkte. Koro Koné gelang ein lupenreiner Hattrick.   Die Romands könnten am kommenden Sonntag mit einem Sieg in Basel zu Rot-Blau aufschliessen. Der FCZ dagegen ist schon wieder im Elend. «Es hat an allem gefehlt», sagte Captain Yanick Brecher. «Wir haben katastrophal verteidigt», sagte Trainer Ludovic Magnin.

Da läuft es dem FC Thun besser. Er hat mit drei Siegen in vier Rückrundenspielen bereits genauso viele Punkte geholt, wie in der ganzen Vorrunde.

Liverpool weiter im Hoch, Manchester City am Boden

In der englischen Premier League besiegte der FC Arsenal mit dem über neunzig Minuten eingesetzten Granit Xhaka dank vier Toren nach der Pause Newcastle United mit 4:0. Bei den Magpies kam Fabian Schär ab der 83. Minute zum Einsatz. An der Spitze siegte Liverpool im 26. Spiel zum 25. Mal und hat nun sagenhafte 25 Punkte Vorsprung auf Manchester City. Damit nicht genug der schlechten Nachrichten für die Citizens. Nach der von der Uefa verhängten zweijährigen Sperre in der Champions League ermittelt nun auch die Liga wegen der finanziellen Tricksereien. Englische Medien berichteten, es drohe möglicherweise die Aberkennung des Meistertitels von 2014.

Bayern erstickt Hoffnungen der Konkurrenz in 12 Minuten

In der Bundesliga hatten sich Dortmund, Leipzig, Mönchengladbach und Leverkusen nach ihren Siegen die Hoffnung gemacht, der FC Bayern würde am Sonntag beim formstarken 1. FC Köln Federn lassen. Doch nach 12 Minuten und einer 3:0-Führung der Münchner konnten sie diese abschminken. Am Ende hiess es 4:1.