NIEDERLAGE: Luzern überrascht die Young Boys

Die Young Boys verlieren erstmals seit dem vergangenen August wieder eine Super-League-Partie. Sie unterliegen dem FC Luzern gleich mit 1:4. Auch im Spiel zwischen Sion und Vaduz fallen viele Tore.

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Während der FC Basel sein Auswärtsspiel am Samstag in Thun erst in der Schlussphase für sich entscheiden konnte, gerieten die zweitklassierten Young Boys gestern in Luzern in ein Offensiv-Gewitter durch die Zentralschweizer. Nur knapp acht Minuten benötigte Luzern nach einer halben Stunde, um die 1:0-Führung der Gäste mit sehenswerten Toren in einen 3:1-Vorsprung zu verwandeln. Damit hatte Luzern den Bernern den Schneid abgekauft. Die Young Boys liegen nun nur noch fünf Zähler vor den Luzernern und sechs Punkte vor Sion, das gestern mit einem 4:2-Heimsieg gegen das letztklassierte Vaduz aus seiner kleinen Krise fand.

Luzern erholt sich gut

Das spektakuläre Spiel in Luzern erlebte eine erstaunliche Wende. Innerhalb von weniger als acht Minuten wandelte der Gastgeber bis zur 32. Minute einen 0:1-Rückstand in eine 3:1-Führung. João Oliveira, Hekuran Kryeziu sowie Francisco Rodriguez trafen für Luzern. Dabei schien die Partie nach zwölf Minuten für die Gäste den erwarteten Verlauf zu nehmen. Jan Lecjaks hatte den grossgewachsenen Guillaume Hoarau mit einer hohen Flanke im Luzerner Strafraum bedient. Der Franzose spielte dem mitgelaufenen Yoric Ravet mustergültig per Kopf in den Lauf und dieser spedierte den Ball volley in die hohe Ecke.

Erst nach 20 Minuten erholten sich die Zentralschweizer von diesem Rückschlag und nahmen das Geschehen in die Hände. Nach den drei schnellen Treffern war es um die sieggewohnten, aber nun geschockten Berner geschehen. Bis zum Schlusspfiff konnten sie nicht mehr auf diese Wende reagieren. Keine einzige Torchance erarbeiteten sich die Berner mehr. In der Schlussphase erhöhte Markus Neumayr per Penalty sogar noch auf 4:1.

Im Wallis kehrt etwas Ruhe ein

Eine weitere Niederlage – und erst noch gegen den Tabellenletzten – hätte in Sitten zweifellos für viel Unruhe gesorgt. Und nach 45 Minuten schien das Szenario genau in diese Richtung zu deuten. Moreno Costanzo hatte die Gäste mit der ersten Torchance überraschend in Führung gebracht.

Nach dem Seitenwechsel kehrte dann jedoch eine andere Sittener Mannschaft aufs Spielfeld zurück. Innerhalb weniger Sekunden wurde der Rückstand nach knapp einer Stunde in eine verdiente Führung umgewandelt. Beide Male traf Akolo. Nach dem Ausgleich durch Albion Avdijaj erzielte der eingewechselte Geoffrey Bia innerhalb von acht Minuten zwei Treffer und sicherte den Wallisern damit den wichtigen Vollerfolg und die Ruhe für Trainer Peter Zeidler. (sda)