Niederlage im Geisterspiel: St.Otmar verliert im Cup gegen die Kadetten Schaffhausen

St.Otmar verliert im Handball-Cup Viertelfinal in einem Geisterspiel gegen den Nationalliga A-Leader Kadetten Schaffhausen 25:28

Fritz Bischoff
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Als Zuschauer noch erlaubt waren: Vor rund einem Monat spielte St.Otmar gegen Pfadi Winterthur.

Als Zuschauer noch erlaubt waren: Vor rund einem Monat spielte St.Otmar gegen Pfadi Winterthur.

Michel Canonica

St.Otmar ist die Bestätigung des überraschenden 31:24-Auswärtssieges in der Nationalliga A-Meisterschaft gegen den HSC Suhr Aarau vor Wochenfrist mit dem 25:28 im Cup-Viertelfinal gegen den NLA-Leader Kadetten Schaffhausen misslungen. Die St.Galler waren den Gästen in der 1. Halbzeit lediglich bis zum 4:4 in der 11. Minute ein ebenbürtiger Gegner.

In der Folge fiel die Wurfausbeute bei den St.Gallern immer schlechter aus, wogegen die Kadetten ihr Niveau zu halten vermochten. Dieser Leistungsunterschied schlug sich sogleich im resultatmässigen Spielverlauf nieder. Die Schaffhauser bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus und lagen zur Pause 17:10 in Führung.

Die Erklärung für den Siebentorevorsprung lieferte in unmissverständlicher Aussage die Statistik. St.Otmars Rückraumspieler verzeichneten im Gegensatz zu jenen der Kadetten eine extrem schlechte Wurfausbeute. Andrija Pendic erzielte aus vier Würfen keinen Treffer, Dominik Jurilj warf aus elf Abschlüssen vier Tore, Max Höning aus zwei kein Tor und auch Noah Haas brachte seinen einzigen Wurf nicht ins gegnerische Tor. Diese schlechte Chancenauswertung mit der kämpferischen Gesamtleistung aufzuwägen gelang nicht. Dazu hätte es in der Offensive und Defensive auch besserer Abstimmungen bedurft.

Mit viel Leidenschaft in die 2. Halbzeit

In der Pausenanalyse zog man bei St.Otmar offensichtlich die richtigen Schlüsse, eine Kanterniederlage sollte vermieden werden. Mit viel Leidenschaft stürzte sich das Heimteam in die Aufholjagd. Getragen von einem in dieser Phase hervorragend agierenden Torhüter Aurel Bringolf wandelte sich die Defensive zu einem eigentlichen Bollwerk. Erst neun Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielten die Schaffhauser wieder einen Treffer – zum 13:18. Auch in der Folge tat sich der Favorit schwer.

Die St.Galler dagegen spielten mit viel Kampf weiter und schafften in der 53. Minute mit dem 21:22 den Anschlusstreffer. Die Schwächen der 1. Halbzeit waren vergessen, ein Sieg schien plötzlich wieder möglich zu sein. Doch dieser Anschlusstreffer war auch der letzte Weckruf für den Gegner. Er fand wieder zu einem effizienteren Spielstil zurück – und baute seine Führung innert zwei Minuten wieder auf vier Tore aus. Unterstützung dazu lieferte St.Otmar mit Ungenauigkeiten. Der Sieg war für die Gastgeber damit vertan, der Favorit konnte seinen Einzug in den Halbfinal feiern.