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Eine Krienser Niederlage, die Hoffnung nährt

Kriens-Luzern unterliegt im ersten Playoff-Viertelfinalspiel in Winterthur mit 20:25. Das entspricht den Erwartungen. Aber: Der HCK verkauft sich gut – und schöpft Mut.
Roland Bucher
Der Krienser Marcel Lengacher hebt ab zum Schuss, Winterthurs Keeper Simon Schelling ist bereit. (Bild: Martin Deuring (Winterthur, 16. April 2019))

Der Krienser Marcel Lengacher hebt ab zum Schuss, Winterthurs Keeper Simon Schelling ist bereit. (Bild: Martin Deuring (Winterthur, 16. April 2019))

Maximal 22, 23 Gegentreffer. Das sei der Schlüssel, um Winterthur ein Bein zu stellen. So hatte Nick Christen, der Übervater der Krienser Handball-Organisation, im Vorfeld der Partie seine Abwehrleute instruiert. Die Mannen von Trainer Goran Perkovac erfüllten diese Aufgabe eine starke erste Halbzeit lang resolut. Weil das Visier schlecht eingestellt war, dauerte es zwar fast neun Minuten, bis dem HCK das erste Tor gelang (Spengler), doch hinten machte die Mannschaft dicht und zählte mit André Willimann auf einen Keeper, der einmal mehr den Beweis antrat, dass er in der Nationalliga A nicht zu den Mässigeren seines Faches zählt. «Wir haben eine sehr gute erste Hälfte abgeliefert», betonte Perkovac nach dem Spiel.

Weil neben Radovanovic auch Captain und Antreiber Hofstetter (Absplitterung im Ellbogen, steht auch am Donnerstag kaum zur Verfügung) Forfait geben musste, standen dem Trainer Perkovac gerade noch drei Rückraumleute mit Erfahrung (Spengler, Harbuz und Oertli) zur Verfügung.

Die Kraft ging aus

Diese Qualität, ergänzt durch einen weiteren Sondereffort von Lengacher, reichte genau 50 Minuten lang, um die Winterthurer zu bedrängen. Lengacher hatte mit dem Ausgleichstreffer zum 17:17 (49.) noch einmal für dicke Luft in der Halle gesorgt, doch dann setzte sich Pfadis Rohkraft und die Penalty-Routine von Lier schliesslich durch. Auch wenn das Resultat am Schluss deutliche Ausmasse annahm: «Es hat wenig gefehlt», resümierte Perkovac, «ich bin zufrieden mit dieser Leistung.» Diese und jene Lehre müsse man ziehen, erklärte der Trainer weiter, dann werde man im zweiten Spiel am Donnerstag noch näher an Pfadi heranrücken: «Wir brauchen mehr einfache Tore, wir müssen uns die gute Leistung in der Defensive im Gegenzug sofort mit Kontertoren belohnen.» Goran Perkovac hofft auf eine volle Halle, präziser auf einen Hexenkessel im Heimspiel: «Wir haben heute ein gutes Spiel geliefert und Winterthur nervös gemacht. Wir glauben nach wie vor daran, dass wir diese Hürde in den Halbfinal nehmen können.»

Ein bisschen schmerzen dürfte es Perkovac, den Trainer, und Christen, den CEO des Vereins, dass mit Goalie Willimann, Linksflügel Lengacher und 2-Meter-Mann Spengler drei zu den Dominanten im Team zählten, die kommende Saison nicht mehr dabei sein werden. Doch in der in diesen hektischen Playoff-Tagen hochgefragten Kraft des positiven Denkens weit wichtiger: Das Trio hat sich noch längst nicht in den Ruhestand begeben, kämpft unverdrossen für ein HCK-Saison-Happy-End. Das ist ein starkes Charakterzeugnis. Und nährt in der ärgerlichen Niederlage die Hoffnung auf eine wundersame Wende.

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