Nicht Thompson, dafür Bowie

Drucken
Teilen

100 m Auch der dritte Wettkampftag im Queen-Elizabeth- Park in London hielt für die rund 60 000 Zuschauer im Olympiastadion von 2012 zum Abschluss des Abends eine Überraschung bereit. Nicht Elaine Thompson, die Olympiasiegerin und Jahresschnellste aus Jamaika, sondern die Amerikanerin Tori Bowie liess sich über 100 m zur neuen Weltmeisterin küren. Die 26-Jährige aus Florida entschied auf den letzten Metern das Duell gegen die lange in Führung liegende Ivorerin Marie-Josée Ta Lou und holte in 10,85 Sekunden ihren ersten grossen Einzeltitel. Bowie machte damit ihren Medaillensatz komplett. 2015 in Peking hatte sie WM-Bronze gewonnen, im vergangenen Jahr gewann sie in Rio de Janeiro Olympiasilber hinter Elaine Thompson. Die Olympiasiegerin und Topfavoritin aus Jamaika wurde nur Fünfte und ging leer aus. Eine Überraschung, die sich nicht abgezeichnet hatte, war die 25-Jährige doch zuletzt die absolute Dominatorin über die kurze Sprintstrecke. Thomp­son hatte acht ihrer neun Rennen in diesem Jahr gewonnen, hält mit 10,71 die Jahresweltbestzeit und war auch im Halbfinal die Schnellste gewesen. (sda)