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«Nicht korrekt!» Publikum pfeift Djokovic für Forfait gegen Wawrinka gnadenlos aus

Bitterer Abend für Novak Djokovic: Die serbische Weltnummer 1 musste im US-Open-Achtelfinal gegen Stan Wawrinka beim Stand von 4:6, 5:7 und 1:2 aufgeben.
Djokovic macht sich unter Pfiffen auf den Weg in die Garderobe. (Bild: Kkeystone)

Djokovic macht sich unter Pfiffen auf den Weg in die Garderobe. (Bild: Kkeystone)

(pre/watson) Der Titelverteidiger hatte soeben ein Break zu null kassiert und gemerkt, dass es so nicht weitergehen konnte. Seine linke Schulter, die ihm schon seit einigen Wochen Probleme bereitet, schmerzte zu sehr.

So schritt Djokovic zum Netz, erklärte sich dem Schiedsrichter und Wawrinka, der sein Gegenüber mit ein paar freundlichen Worten zu trösten versuchte. Wenig Verständnis für das vorschnelle Ende zeigte jedoch New Yorker Publikum: Es deckte den Serben auf dessen Weg in die Garderobe mit einem gellenden Pfeifkonzert ein.

Djokovic hatte in seinen jungen Jahren den Ruf, Matches etwas vorschnell abzuschreiben. Das Forfait gegen Wawrinka war die 13. Aufgabe während eines Matches auf der ATP-Tour, die sechste an einem Grand-Slam-Turnier.

Gegen Wawrinka war der «Djoker» aber sichtlich handicapiert. Vor allem beim Aufschlag wirkte die Weltnummer 1 klar gehemmt. Christopher Clarey, Tennis-Experte bei der «New York Times» nahm Djokovic deshalb in Schutz: «Djokovics Form kann man in Frage stellen, aber nicht seine Kämpferqualitäten. Die hatte er zuletzt immer wieder unter Beweis gestellt. Er hat nicht einfach aufgegeben, weil er am verlieren war.»

Dieser Meinung war auch ESPN-Kommentator Patrick McEnroe: «Djokovic heute auszupfeifen, war nicht korrekt», sagte der Bruder von John McEnroe stellvertretend für viele, die mit der Reaktion des News Yorker Publikums nicht viel anfangen konnten.

Djokovic zeigte sich nach dem Match an der Pressekonferenz souverän und machte dem Publikum keinen Vorwurf: «Ja, es war die linke Schulter. Es ist sehr frustrierend und es tut mir leid für die Zuschauer. Offensichtlich kamen sie, um ein komplettes Match zu sehen. Aber es sollte heute nicht sein. Das ist alles. Die Leute wussten nicht, was genau passiert ist, also kann man ihnen keinen Vorwurf machen.»

Medwedew dankt pfeifendem Publikum

Pfiffe gab es an diesem Sonntagabend schon früher – und zwar erneut für den Geheimfavoriten Daniil Medwedew. Der russische Cincinnati-Sieger wurde nach seinem 3:6, 6:3, 6:2, 7:6-Sieg gegen den deutschen Überraschungsmann Dominik Köpfer erneut mit Pfiffen und Buhrufen eingedeckt.

Für Medwedew allerdings kein Problem. Beim Platzinterview sagte er: «Ich lag heute 3:6, 0:2 zurück. Ich hatte Schmerzen in den Adduktoren und in der Schulter. Ich dachte, ich werde nicht spielen, weshalb ich so viel Schmerzmittel wie möglich nahm. Aber dass ihr alle so gegen mich wart, gab mir erst die Energie zu gewinnen. Herzlichen Dank!»

Medwedew zog den Zorn des New Yorker Publikums schon in der 3. Runde gegen Feliciano Lopez auf sich, als er einem Ballboy das Handtuch unsaft aus den Händen riss, sich mit dem Stuhlschiedsrichter anlegte und das pfeifende Publikum mit ausgestrecktem Mittelfinger an seiner Schläfe beleidigte.

Auch im Viertelfinal gegen Djokovic-Bezwinger Wawrinka wird Medwedew das Publikum gegen sich haben. Gut, dass der junge Russe einen Weg gefunden hat, damit umzugehen.

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