NHL-Söldner zu Gast im Thurgau

Das Eishockey-Camp von André Rufener in Romanshorn hat Tradition. Die Hockey-Cracks bereiten sich während einer Woche im Thurgau auf die kommende Saison vor. Mit dabei waren auch die NHL-Söldner Nino Niederreiter und Luca Sbisa.

Remo Fuchs
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Der Frauenfelder Tobias Bucher (weiss) spielte im gleichen Team wie André Rufener (links). (Bilder: Mario Gaccioli)

Der Frauenfelder Tobias Bucher (weiss) spielte im gleichen Team wie André Rufener (links). (Bilder: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. Während sich die meisten Hockey-Professionals im Clubtraining an Drill und Leistungsforderung der Trainer gewöhnt sind, läuft dies im «Rufi-Camp» in Romanshorn ein wenig anders ab. Der Spass steht mehrheitlich im Vordergrund. Im einwöchigen Lager unter der Leitung von Ex-HCT-Spieler André Rufener und Wladimir Jursinow darf und soll ausprobiert werden.

In der eineinhalbstündigen Trainingseinheit am Morgen werden ausschliesslich Skills trainiert. Die Stocktechnik, schnelle Drehungen, Richtungswechsel, Schussübungen ohne Puck und Dribblings wechseln sich ab. Und immer wieder zeigt der russische Star-Coach Jursinow den Spielern neue Übungen, andere Tricks und korrigiert, wenn ihm etwas aufgefallen ist. Das halbe Dutzend, mehrheitlich bekannte Akteure aus der Schweiz, setzt die Anweisungen vom weltbekannten Trainer zu seiner Zufriedenheit um: «Gute Arbeit Jungs, doch das nächste Mal noch ein bisschen mehr Tempo.» Der 72jährige Sportlehrer bleibt trotzt lockerer Atmosphäre fordernd.

Willkommene Abwechslung

Für den Frauenfelder Tobias Bucher vom SC Langnau ist das einwöchige Camp in Romanshorn jeweils eine Abwechslung zum harten Sommertraining. Der Thurgauer ist heuer bereits das vierte Mal mit dabei und kann viel profitieren: «Im täglichen Clubtraining legen wir mehr Wert auf systemtaktische Übungen. Hier verbessern wir unsere technischen Fähigkeiten. Wladimir Jursinow und André Rufener lassen uns auch Zeit, einige Sachen auszuprobieren», erklärt Bucher. Das Level sei schon hoch. Natürlich könne er auch von den anderen Teilnehmern profitieren. Dabei zeigt er auf zwei Spieler in weissen Shirts: Nino Niederreiter von den New York Islanders und Luca Sbisa von den Anaheim Ducks.

Tischtennis und Golf

Der Spass steht auch bei den beiden NHL-Legionären im Vordergrund. «Sbisa und ich waren in Erlen Golfen. Doch leider durften wir nicht auf den Platz, da an diesem Tag nur Member spielen durften», sagt Niederreiter. Der Bündner geniesst die «sehr schöne Gegend mit dem See» im Thurgau. «Ich komme immer wieder gerne hierher», ergänzt der 21-Jährige. Im Tischtennis mussten die Jungen aber für einmal einem Oldie den Vortritt lassen. Der 37jährige Thierry Paterlini (Sierre) hatte den besten Lauf.

Auch Luca Sbisa kommt jedes Jahr gerne ins EZO, um sich vor der Saison einen Feinschliff zu holen: «Es ist gut, wenn man als Verteidiger flexibel ist. Mit den Skills hier macht man die nötigen Schritte dazu.» Nach den Trainings gönnt sich der Zuger gerne auch ein Bad im See. «Wir wohnen im Hotel Inseli. Da ist es fast Pflicht, nebenan ins Wasser zu gehen», sagt Sbisa. Man merkt es den beiden NHL-Spielern an: Beide sind relaxed, aber freuen sich bereits jetzt auf die kommende Saison in der besten Liga der Welt.

Luca Sbisa von den Anaheim Ducks (r.) gegen Alexey Dostoinov. (Bild: MARIO GACCIOLI)

Luca Sbisa von den Anaheim Ducks (r.) gegen Alexey Dostoinov. (Bild: MARIO GACCIOLI)

Wladimir Jursinow instruiert NHL-Spieler Nino Niederreiter. (Bild: MARIO GACCIOLI)

Wladimir Jursinow instruiert NHL-Spieler Nino Niederreiter. (Bild: MARIO GACCIOLI)

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