Neuer Anlauf für den talentierten Ajeti

Albian Ajeti kehrt nach acht Monaten in Augsburg in die Schweiz zurück. Der 19jährige Stürmer wechselt leihweise bis Ende Saison zum FC St. Gallen. Zudem verpflichten die Ostschweizer mit Dejan Stojanovic einen Ersatz für den verletzten Marcel Herzog.

Patricia Loher
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FUSSBALL. Der Schweizer Nachwuchs-Internationale Albian Ajeti durchlief sämtliche Juniorenabteilungen des FC Basel und kam in der Super League auf 21 Einsätze, 6 Tore und 4 Assists. In Basel aber glauben sie, der talentierte Stürmer mit kosovarischen Wurzeln habe den Schritt ins Ausland zu früh unternommen. Ajeti verliess den Schweizer Serienmeister im vergangenen Winter als 18-Jähriger in Richtung Augsburg, wo ihm der Durchbruch nicht gelang. Ajeti kam in der Bundesliga nur zu einem Teileinsatz: am 12. März während 36 Minuten beim 2:2 in Darmstadt. Dabei hatte der FC Basel den jungen Stürmer eigentlich behalten und seinen Vertrag verlängern wollen, nur sah Ajeti damals hinter Marc Janko, Breel Embolo und Andraz Sporar zu wenig Chancen für seine Entwicklung.

Vertrag in Augsburg bis 2020

Nun also kehrt Ajeti, der in Augsburg noch über einen Vertrag bis 2020 verfügt, in die Schweiz zurück. Augsburgs Geschäftsführer Stefan Reuter äussert sich auf der clubeigenen Website: «Ajeti benötigt regelmässige Einsätze, um sich weiterentwickeln zu können.» St. Gallens Sportchef Christian Stübi sagt, im Angriff habe man nun die Flexibilität, die man brauche. «Zudem ist Ajeti trotz seines jungen Alters bereits sehr abgeklärt vor dem Tor.» Der FC St. Gallen, dem am Sonntag im sechsten Saisonspiel erst der zweite Sieg gelungen ist, hat bis anhin nur sechs Tore erzielt und damit so wenig wie kein anderes Team in der Super League.

Albian Ajeti ist der Zwillingsbruder von Adonis Ajeti, der seit der Winterpause beim FC Wil unter Vertrag ist. Der ältere Bruder Arlind spielt für den FC Torino. Alle drei wurden im FC Basel ausgebildet.

Ein Goalie aus Bregenz

Wenige Stunden nachdem der FC St. Gallen die leihweise Übernahme von Ajeti kommuniziert hatte, gaben die Ostschweizer auch die Verpflichtung von Goalie Dejan Stojanovic bis Ende dieser Saison bekannt. Der 23jährige, in Bregenz aufgewachsene österreichisch-mazedonische Doppelbürger, war zuletzt Ersatztorhüter beim Serie-A-Club Bologna, seit Sommer aber ohne Vertrag. Wegen der Verletzungen von Marcel Herzog und Pascal Albrecht, die beide wochenlang ausfallen, musste St. Gallen noch einmal aktiv werden. «Für unsere ambitionierten jungen Torhüter aus dem Nachwuchs wäre dieser Sprung noch zu gross gewesen», so Stübi. Nun sei man froh, dass der Club mit Stojanovic so kurzfristig adäquaten Ersatz habe finden können.

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