NEUE VERTRÄGE: Gelingt dem FC St. Gallen das Husarenstück?

Albian Ajeti dürfte über diese Saison hinaus beim FC St. Gallen bleiben. Einiges deutet darauf hin, dass die Ostschweizer den 20-jährigen Stürmer vom FC Augsburg sogar definitiv übernehmen können. Kommen soll auch Zwillingsbruder Adonis.

Patricia Loher
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Albian Ajeti ist St. Gallens Lebensversicherung. In nur 19 Spielen hat sich der Stürmer zum besten Ostschweizer Torschützen hochgearbeitet. Ajetis Bilanz: neun Treffer und ein Assist. Der gebürtige Basler mit kosovarischen Wurzeln gehört dem FC Augsburg. In St. Gallen verfügt er über einen Leihvertrag bis Ende dieser Saison. Schon länger ist bekannt, dass sich die St. Galler um eine Weiterverpflichtung des Talents bemühen, nun könnte es gar sein, dass der FC St. Gallen Ajeti definitiv übernimmt. Laut «Blick» zieht es Augsburgs neuer Trainer Manuel Baum vor, mit gestandenen Stürmern wie Raul Bobadilla zu arbeiten. Ajeti, der einst vom aktuellen Schalke-Coach Markus Weinzierl nach Augsburg geholt worden war, verfügt beim deutschen Club noch über einen Vertrag bis 2020.

Gelingt es Sportchef Christian Stübi, Ajeti definitiv zu verpflichteten, wäre das ein Husarenstück. Ajetis Marktwert beträgt laut transfermarkt.ch 1,3 Millionen Franken. Zudem dürfte der bullige, unerschrockene junge Stürmer auch schon andere Clubs auf sich aufmerksam gemacht haben. Zuletzt wurde er auch immer wieder mit seinem früheren Verein Basel in Verbindung gebracht. Ein Wermutstropfen ist, dass Ajeti am Samstag im Heimspiel gegen den Leader nach der vierten Verwarnung gesperrt sein wird. Schon fix ist anscheinend, dass Ajetis Zwillingsbruder Adonis ab nächster Saison ebenfalls für St. Gallen spielt. Vor wenigen Wochen war St. Gallens Interesse am Innenverteidiger des FC Wil bekannt geworden. Die Parteien sollen sich nun geeinigt haben. Albian Ajeti hat wie seine Brüder Adonis und Arlind – er spielt für Torino in der Serie A – die ganze Nachwuchsabteilung beim FC Basel durchlaufen.

Albian Ajeti sollte eigentlich beim dominierenden Schweizer Club der vergangenen Jahre bleiben, Basel wollte ihn behalten. Doch vor etwas mehr als einem Jahr entschied sich der Stürmer, die Schweiz in Richtung Bundesliga zu verlassen. «Während der Vertragsverhandlungen mit Basel wurde bekannt, dass der Club mit Andraz Sporar einen neuen Stürmer verpflichtet hat. Das war für mich wie ein Schlag ins Gesicht», sagte der Schweizer Nachwuchsinternationale einmal gegenüber unserer Zeitung. In Augsburg kam er zu einem Bundesligaeinsatz, ehe er nach St. Gallen ausgeliehen wurde, um Spielpraxis zu sammeln. Zuletzt hatte Ajeti immer wieder betont, sich sehr wohl zu fühlen in der Ostschweiz. Das Klima dürfte gar noch besser werden, wenn auch sein Zwillingsbrüder ab Sommer beim Super-League-Club spielt.

Patricia Loher