Neue Regeln, altes Spiel

Die kleine Sportfrage

Pascal Koster
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Thomas Lüthi wechselt auf die kommende Saison von der Moto2 in die MotoGP, die Königsklasse des Motorrad-Rennsports. Doch was ver­ändert sich für ihn konkret, einmal abgesehen von der stärkeren Konkurrenz?

Der grösste Unterschied zwischen den beiden Klassen ist die Leistungsfähigkeit der Motor­räder. Während in der Moto2 ­Motoren mit einem Hubraum von 600 Kubikzentimetern (ccm) verwendet werden, benutzen die MotoGP-Teams solche mit einem Hubraum von 1000 ccm. Auch in Sachen Gewicht ist die Obergrenze verschieden. In der Moto2 darf die Maschine samt Fahrer nicht mehr als 215 kg wiegen. In der MotoGP darf sie ohne Fahrer bis zu 157 kg schwer sein.

Dies sind nur zwei von unzäh­ligen reglementarischen Unterschieden betreffend Material und Motor. So erstaunt es dann auch nicht, dass viele MotoGP-Neulinge eine lange Anlaufzeit benötigen, da ihnen die Umstellung auf das schwerere und schnellere Motorrad nicht gelingt.

Lüthi muss seine Fahrstrategie für die MotoGP komplett überdenken. Das Bremsen vor einer Kurve erfolgt nun früher als noch mit der leichteren Maschine. Auch muss er die Kurven in einem anderen Winkel anfahren. Ein Mutmacher für Lüthi ist indes die Geschichte von Marc Marquez, der in der Königsklasse ­sofort zum Siegfahrer avancierte.

Pascal Koster

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.