Negativserie gegen Lieblingsgegner gestoppt

EISHOCKEY. Nach acht Niederlagen in Serie kehrt Hockey Thurgau am 30. NLB-Spieltag gegen den Tabellenzweiten Olten auf die Siegerstrasse zurück. Die Ostschweizer gewinnen vor 1305 Zuschauern verdient mit 4:3.

Markus Ruthishauser
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Das Kämpfen um jeden Puck hat sich diesmal für den HC Thurgau gelohnt. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch / Alessandro Santarsiero)

Das Kämpfen um jeden Puck hat sich diesmal für den HC Thurgau gelohnt. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch / Alessandro Santarsiero)

Das Team von Headcoach Christian Weber feierte gestern bereits den dritten Sieg im vierten Saisonduell mit Aufstiegsanwärter Olten. Erstmals setzte man sich dabei in der regulären Spielzeit durch. Der zehnte Dreipunkte-Sieg der Ostschweizer ging in Ordnung, waren sie doch über die gesamten 60 Minuten gesehen das etwas bessere und vor allem effizientere Team.

Thurgau sündigte in Verteidigung
Insbesondere im ersten Drittel besassen sie ein deutliches Chancenplus und hätte höher als nur mit 2:1 in Führung liegen müssen. Adrian Wichser (1.), Léonardo Fuhrer (4.) und Johannes Bischofberger (11.) vergaben jeweils alleine vor dem Gästekeeper Kevin Huber. Dazu kam beim Pfostenschuss von Kevin Rohner in der 8. Minute auch noch Pech dazu. Alain Bahar brachte die Thurgauer schon nach 103 Sekunden in Führung. Vom 1:1 durch Diego Schwarzenbach wenige Sekunden nach einer überstandenen Unterzahl liess sich das Team von Christian Weber wenig beeindrucken. Im Gegenteil: Thurgau war bis zur ersten Sirene besser und lag nach dem zweiten Saisontor von Verteidiger Dennis Urech nach knapp zehn Spielminuten erneut vorne.

Zwar machte Olten nach Wiederanpfiff deutlich mehr Druck, doch zu Chancen kam das Team des finnischen Headcoaches Heikki Leime nur, wenn die Thurgauer in der Defensive sündigten. Nyffeler-Ersatz Nicola Aeberhard war aber ein grosser Rückhalt. Die Einheimischen nützten dann eine Überzahlchance zum 3:1 durch Topscorer Evan McGrath in der 32. Minute. Dieser Treffer leitete eine hektische Schlussphase des zweiten Abschnitts mit vielen Strafen ein. Eine doppelte Überzahl nützten die Solothurner nach nur 18 Sekunden durch Marco Truttmann zum Anschlusstreffer. Bei diesem 3:2 für Thurgau blieb es bis zur 50. Minute. Die Gastgeber liessen den Favoriten anrennen und verteidigten an der eigenen blauen Linie konsequent. Bei einem der wenigen vielversprechenden Konter nützte Patrick Parati eine Unachtsamkeit seiner ehemaligen Teamkollegen und erzielte das vorentscheidende 4:2. Truttmanns zweiter Treffer fiel erst acht Sekunden vor der Sirene, als Olten bereits während 45 Sekunden mit einem sechsten Feldspieler angegriffen hatte.

Wichtiger Sieg
Der Sieg ist für die Ostschweizer umso wichtiger, weil die Verfolger Winterthur und GCK Lions ebenfalls gepunktet haben. Für Thurgau geht es am Dienstag mit dem Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn in Martigny weiter, bevor dann am 2. Januar, 17.30 Uhr, mit der Heimpartie gegen Visp das neue Jahr sportlich eingeläutet wird.

Hockey Thurgau – EHC Olten 4:3 (2:1, 1:1, 1:1)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1305 Zuschauer. – Sr. Erard, Urban; Ammann, Gnemmi.
Tore: 3. Bahar (Rohner, Lemm) 1:0. 6. Schwarzenbach (Ulmer, Meister) 1:1. 10. Urech (Wichser, Sterchi) 2:1. 32. McGrath (Damon, Parati; Ausschluss Hirt) 3:1. 37. Truttmann (Ganz; Ausschlüsse Sterchi und McGrath) 3:2. 50. Parati (McGrath, Arnold) 4:2. 60. (59:52) Truttmann (El Assaoui, Ulmer; Olten mit 6. Feldspieler) 4:3.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 3-mal 2 Minuten gegen Olten.
Thurgau: Aeberhard; Parati, Urech; Eigenmann, Roos; Kühni, Maier; Bahar; McGrath, Damon, Arnold; Brunner, Wichser, Sterchi; Bischofberger, Küng, Andersons; Lemm, Fuhrer, Rohner; Blasbalg.
Olten: Huber; Meister, Ganz; Bagnoud, Schnyder; El Assaoui, Kobach; Wüst, Feser, Truttmann; Wiebe, Schneuwly, Hirt; Schwarzenbach, Hürlimann, Ulmer; Scherwey, Huber, Wüthrich; Meyer.
Bemerkungen: 8. Pfostenschuss Rohner (T), 36. Pfostenschuss Bagnoud (O). – Thurgau ohne Huras, Bucher, Nyffeler, Senn und Weber (alle verletzt); Olten ohne Burki, Aeschlimann, Pargätzi und Ast. – Olten ab 59:10 mit 6. Feldspieler.

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