Neffs Pech, Indergands Glück

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Mountainbike Auch bei den Frauen gab es für die Schweiz Edelmetall zu bejubeln – obwohl Jolanda Neff einmal mehr an einem Grossanlass vom Körper ausgebremst wurde. Die angeschlagene Europameisterin der vergangenen beiden Jahre verlor den Wettlauf gegen die Zeit. Die Thalerin war am Donnerstag im Training auf die Schulter gestürzt. Wegen zunehmender Schmerzen in Schulter und Rücken stieg sie um Rennmitte vom Sattel. Bereits früh hatte sie nicht mehr mit den Schnellsten mithalten können.

Derweil freute sich Linda Indergand über die Silbermedaille. Die 24-jährige Urnerin profitierte in der Schlussrunde von einem Defekt der zu diesem Zeitpunkt rund eine Minute vor ihr fahrenden Französin Pauline Ferrand-Prévot. Für Indergand, die U19-Weltmeisterin von 2011, ist das EM-Silber der bisher grösste Erfolg. Im Weltcup stand sie bis dato zweimal auf dem Podest, zuletzt beim diesjährigen Saisonauftakt im tschechischen Nove Mesto. Überlegene Europameisterin wurde die Ukrainerin Jana Belomoina, die damit in die Fussstapfen von Jolanda Neff tritt. Bronze erbte schliesslich die 44-jährige norwegische Altmeisterin Gunn-Rita Dahle Flesjaa. Zweitbeste Schweizerin war Corina Gantenbein als Fünftplatzierte, Kathrin Stirnemann folgte auf Platz neun. (sda)