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Natitrainer Fischer zum WM-Final: «Ich bin megastolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein»

Nach dem Coup im Halbfinal gegen Kanada (3:2) spricht der Schweizer Trainer Patrick Fischer über Parallelen zum WM-Final 2013 in Stockholm und die Taktik für den heutigen Höhepunkt gegen Schweden.

Marcel Kuchta
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Die Schweizer Spieler jubeln, Patrick Fischer ballt die Faust.

Die Schweizer Spieler jubeln, Patrick Fischer ballt die Faust.

SALVATORE DI NOLFI

3:2 gegen Kanada: Ihre Worte zum Spiel?

Patrick Fischer: Wir hatten zu Beginn Mühe, waren zu passiv. Danach setzten wir zwei, drei Checks an und spürten: Hey, diese Kanadier sind zu packen. Uns gelangen wichtige Tore, Scherweys 1:0, die Treffer durch Hofmann und Haas im Powerplay, dazu kam ein überragender Leonardo Genoni im Tor. Und was die Verteidiger leisten, wie sie sich in die Schüsse werfen, das ist unglaublich. Ich bin megastolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein.

Im WM-Final trifft die Schweiz wie 2013 auf Schweden. Welche Erinnerungen verbinden Sie?

Das war einer der mühsameren Hockeytage. Wir verloren 1:5, nachdem wir mit viel Hoffnung in die Partie gestiegen waren. Nun hält das Leben eine zweite Chance bereit. Wir dürfen stolz darauf sein, nochmals in einem WM-Final zu stehen. Und wir werden alles daran setzen, diesen zu gewinnen. Das wäre unglaublich.

Ein Austragungsland im Norden, immer schönes Wetter, wieder im Final, wieder gegen Schweden... Die Parallelen zu 2013 sind frappant.

Aber unsere Mannschaft ist eine andere. Josi, Diaz, Moser, Niederreiter, Berra, das sind die einzigen Spieler, die auch 2013 dabei waren. Das aktuelle Team hat ein anderes Gesicht, ein jüngeres. Aber wir sind wie damals eine sehr gute Mannschaft. Und wir werden alles geben.

Weshalb wird es dieses Mal klappen?

Weshalb? Wir müssen vor allem an uns glauben. Die Schweden sind sehr stark, aber wir haben einen guten Lauf, und wir werden bereit sein und mit Vertrauen spielen.

Und wie 2013 in Stockholm wird es gegen Schweden erneut ein Auswärtsspiel sein.

(lacht) Wir sind in Dänemark, die Nähe zu Schweden ist gegeben. Aber ich bin überzeugt, dass die Schweizer Fans im Stadion den Schweden die Stange halten werden.

Mit welcher Taktik wird die Schweiz spielen?

Im Gruppenspiel gegen Schweden hatten wir einen schlechten Start, nahmen zwei unnötige Strafen, kassierten zwei Tore. Aber: Bei fünf gegen fünf Feldspielern hatten wir wenig Probleme. Ein Schlüssel wird die Disziplin sein. Und wir müssen laufen und laufen und nochmals laufen und nochmals laufen.

Wie steht es um die Energie?

Nach einem solchen Sieg hat jeder Spieler genügend Energie. Wir könnten Bäume ausreissen. Wer am Sonntag für einen WM-Final keine Energie aufbringt, der ist fehl am Platz.

Und die Goldhelme der Schweden bleiben dieses Mal in den Taschen.

Das ist eine schwedische Tradition. Es hat vor fünf Jahren geschmerzt, die Helme zu sehen. Wir werden alles dafür tun, damit sie in Kopenhagen nicht zum Einsatz kommen.