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NATIONALTEAM: Schulterschluss im Stimmungshoch

Der Schweizer Fussballverband SFV verlängert den Vertrag mit Nationalcoach Vladimir Petkovic vorzeitig bis Ende 2019. Einen besseren Zeitpunkt und richtigeren Entscheid hätte es nicht geben können.
Christian Brägger, Feusisberg
Unter Vladimir Petkovic fläzt sich das Nationalteam seit der EM 2016 im Stimmungshoch. (Bild: Keystone)

Unter Vladimir Petkovic fläzt sich das Nationalteam seit der EM 2016 im Stimmungshoch. (Bild: Keystone)

Christian Brägger, Feusisberg

Es muss wohl in einer dieser lauen Sommernächte im August gewesen sein. SFV-Präsident Peter Gilliéron hatte darüber gebrütet, wie es mit Trainer Vladimir Petkovic weitergehen könnte. Trotz Schwüle war der Entschluss schnell gefasst. Die hervorragenden Resultate in der jüngeren Vergangenheit hatten für einen klaren Kopf gesorgt, der Funktionär hatte bereits Monate davor gespürt, dass das Aushängeschild des Schweizer Fussballs den Weg mit diesem Coach unbedingt weitergehen muss und eine dritte Amtszeit vonnöten ist. Also schloss sich Gilliéron nach jener Nacht mit dem Nationalteamdelegierten Claudio Sulser kurz, dem Chef von Petkovic. Es folgten keine Einwände, im Gegenteil. Wieso auch hätten welche kommen sollen, wo sich das Schweizer Nationalteam seit der EM 2016 und damit über ein Jahr schon im Stimmungshoch fläzt. Gilliéron informierte Petkovic, mit dem er einen regen Austausch pflegt, über sein Vorhaben. In der vergangenen Woche hatten sich die Vertragsparteien gefunden. Bis Ende 2019 wird der Nationaltrainer gemeinsam mit seinem Assistenten Antonio Manicone nun im Amt bleiben, WM-Teilnahme in Russland hin oder her. Schafft die Schweiz darauf den Gang ans EM-Turnier 2020 mit den 13 Spielorten, wird sie in jenem Sommer ebenfalls Petkovic anführen.

Gestern in Feusisberg, wo sich die Schweiz zur Vorbereitung auf die beiden anstehenden WM-Qualifikationsspiele übermorgen gegen Andorra in St. Gallen und drei Tage später in Riga gegen Lettland einfindet, musste die Vertragsverlängerung in Anwesenheit des Trainers nicht begründet werden. Gilléron tat es dennoch: «Wir wollten drei Zeichen setzen: Eines als Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit. Eines für die Kontinuität, weil wir auf dieser Schiene weiterfahren wollen und hier eine Gruppe beisammen ist, die uns zum Erfolg führen wird. Und schliesslich noch eines des Vertrauens in die hervorragende Arbeit des Coachs.»

Für Petkovic zählt nur Andorra

Petkovic, braungebrannt von der Sonne seines Heimatkantons Tessin, zeigte sich erfreut über die salbungsvollen Worte Gilliérons in der Öffentlichkeit. Ob er sich gar ein wenig genierte? Das Lob für seine Arbeit tat ihm jedenfalls gut, nach all der Kritik, die er sich noch mit Beginn seines Wirkens anhören musste. Und darüber hinaus. Dennoch mochte der 54-Jährige die erfolgreichen Gespräche mit dem Verband nicht gross kommentieren. Schnell richtete er den Fokus weg von seiner Person auf den nächsten Gegner, und nur auf diesen. «Wir haben nun acht Tage vor uns, um zwei wichtige Spiele und Schritte zu absolvieren. Jetzt zählt aber nur dieser eine Schritt, Andorra. Dann kommt Lettland.»

Petkovic vergass auch nicht, seine Spieler zu loben, deren Status im Club sich nahezu durchgehend verbessert hat. Rückkehrer wie Fabian Schär nannte er «Erfrischungen», und jeder Einzelne würde sich freuen, hier zu sein: «Diese Freude ist das Fundament, weiter gemeinsam an unserem Haus zu bauen.» Da hilft es, dass die Personalie Petkovic abgehakt werden kann.

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