NATIONALTEAM: Ohne Erfahrung ins Turnier

Auf dem Eis steht die nominell schwächste Schweiz seit der Verbandsgründung vor 109 Jahren.

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Eishockey-Nationalcoach Patrick Fischer nominierte für den dreitägigen Abstecher in die Slowakei zehn Debütanten – kurz vor dem Abflug kam mit Robin Leone für den erkrankten Fabrice Herzog sogar noch ein elfter Neuling hinzu. Mit diesem Aufgebot sorgte Fischer jedoch für keinen Rekord. Sean Simpson bot im Herbst 2010 sogar 14 Debütanten für den Deutschland-Cup nach München auf. Sein damaliges «Future Team» brachte es aber wenigstens auf einen Schnitt von 14 Länderspielen pro Kopf. Die Schweizer im slowakischen Nitra bringen es im Schnitt nicht einmal auf fünf Länderspiele, die Goalies fallen dabei nicht aus der Reihe: Luca Boltshauser hütete bisher einmal das Schweizer Tor, Gilles Senn, der zweite Goalie, würde erstmals für die Schweiz auflaufen. Fischers Aufgebot stellt sich also mit fast null Erfahrung den starken Gegnern aus Weissrussland, Russland und der Slowakei,

Doch das ist kein Problem, denn Fischer testet für die Zukunft, von der er aber noch nicht weiss, ob er darin noch eine Rolle spielen wird. Trotz des Turniersieges im Dezember in Biel weht dem Jungtrainer weiter eine frische Brise ins Gesicht – sowohl intern wie extern. Nur mit einer erfolgreichen WM im Frühling in Paris wird Fischer den Job als Nationaltrainer behalten können. Also nützt Fischer die vorerst letzte Gelegenheit, neue Gesichter und andere Optionen auszuprobieren. Während der WM-Vorbereitung bleibt im Frühling keine Zeit für Experimente. Und die nächste Saison steht ganz im Zeichen von Olympia. (sda)