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Nationalspieler in zwei Wochen

Am Tag vor dem WM-Qualifikationsspiel von Albanien gegen Zypern bekam Burim Kukeli die Staatsbürgerschaft, am Freitag gehörte er bereits der Startformation an. Heute spielt er mit Albanien in Luzern gegen die Schweiz.
Andreas Ineichen/Luzern
Burim Kukeli (links), unter Vertrag beim FC Zürich, bestreitet heute für Albanien sein zweites Länderspiel. (Bild: ky/Steffen Schmidt)

Burim Kukeli (links), unter Vertrag beim FC Zürich, bestreitet heute für Albanien sein zweites Länderspiel. (Bild: ky/Steffen Schmidt)

FUSSBALL. Es ist eine abgenutzte Phrase, doch manchmal hat sie halt doch ihre Richtigkeit: Im Fussball kann es schnell gehen. Die Rede ist nicht von einem Transfer oder einer Trainerentlassung. Sondern von einem steilen Aufstieg, garniert mit einer besonderen Rückkehr nach Luzern. Die Rede ist von Burim Kukeli.

Vor nicht einmal zwei Wochen kursierte die Meldung, dass die Albaner den 28-Jährigen, der seit dieser Saison nicht mehr für den FC Luzern, sondern für den FC Zürich im defensiven Mittelfeld spielt, zu ihrem Nationalspieler machen wollen. Am Tag vor dem ersten WM-Qualifikationsspiel der Albaner gegen Zypern bekam Kukeli die Staatsbürgerschaft, am Freitag gehörte er der Startformation an, spielte durch und leistete einen schönen Beitrag zum 3:1-Sieg. Und nun bestreitet er ausgerechnet in der Swissporarena in Luzern, wo er seine Karriere in der höchsten Schweizer Spielklasse lancierte und als Herz des FC Luzern schon schmerzlich vermisst wird, sein erstes «Auswärtsspiel». Für ihn, den gebürtigen Kosovaren, sei das wie ein Derby. Damit spielt er auf die Schweizer Nationalspieler mit albanischen oder kosovarischen Wurzeln an.

Inlers Signal an Kukeli

Das Spiel in Luzern ist für Kukeli aber noch aus einem weiteren Grund ein spezielles: Er trifft auf seinen Jugendfreund Gökhan Inler, mit dem er noch heute regen Kontakt pflegt. Zuletzt hatten sie bei den D-Junioren gegeneinander gespielt. Kukeli für Hägendorf, Inler für Olten. Später spielten sie zusammen für Solothurn und erreichten 1999 in London gemeinsam den Streetsoccer-Final.

Am 2. September 2006 bestritt Inler sein erstes Länderspiel für die Schweiz. Kukeli läuft zu diesem Zeitpunkt für den FC Schötz auf. Eigentlich ein Paradox, denn, so glaubt man Zeitzeugen, sei Kukeli der talentiertere von beiden gewesen. Aber Inlers Début war für Kukeli das Signal, seine Fussballkarriere neu zu lancieren. Er reduzierte sein Pensum als Lagerist bei Rivella von 100 auf 50 Prozent und lief in der trainingsfreien Zeit die acht Kilometer von seinem Wohnort Olten zu seinem Arbeitsort Rothrist. Im Januar 2008 erhielt er in Luzern seinen ersten Profivertrag.

Hyka: «Wir spielen mit Herz»

Schnelllebig zeigte sich der Fussball auch beim aktuellen Luzern-Spieler Jahmir Hyka – allerdings in die unerwünschte Richtung. Unter Albaniens neuem Coach Giovanni De Biasi stand der 24-Jährige am Freitag erst zum zweitenmal nicht in der Startformation. Hyka sagt vor seinem 30. Länderspiel: «Die Schweiz ist Gruppenfavorit. Unsere grosse Stärke ist der Teamspirit, wir spielen mit Herz.» Und er hat ein Ziel vor Augen: «Wir Albaner träumen von der erstmaligen Teilnahme an einem grossen Turnier. Die Gruppe gibt uns die Chance dazu.»

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