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Nächster Knall in Wil: Trainer Capa muss gehen

FUSSBALL. Knapp zwei Monate nach der Entlassung von Sportchef Erdal Keser werden beim FC Wil Trainer Fuat Capa und dessen Assistent Mustafa Gürsel freigestellt. Kritik am Schweizer System dürfte dem Übungsleiter zum Verhängnis geworden sein. Im heutigen Heimspiel gegen Biel steht Philipp Dux an der Seitenlinie.
Simon Dudle
Fuat Capa ist nicht mehr Trainer des FC Wil. (Bild: Peter Käser)

Fuat Capa ist nicht mehr Trainer des FC Wil. (Bild: Peter Käser)

Dass Fuat Capa beim FC Wil entlassen wird, erstaunt nicht allzu sehr. Zeitpunkt und Begründung tun es allerdings schon. Nicht die sportlich mässige Bilanz wird dem belgisch-türkischen Doppelbürger zum Verhängnis, sondern kritische Äusserungen gegenüber dem Schweizer System.

In den vergangenen Wochen hatte sich Capa wiederholt darüber beschwert, dass Goalietrainer Levent Zorluer und Konditionstrainer Bülent Kayitken auch nach über drei Monaten weder Aufenthalts- noch Arbeitsbewilligung bekommen haben. Dies kam Investor Mehmet Nazif Günal, der im Sommer die Aktienmehrheit gekauft hat, in den falschen Hals und er stellte Capa mit sofortiger Wirkung frei.

Vizepräsident Roger Bigger, der gegen aussen kommuniziert, sagt: «Es liegt nicht in der Kompetenz des Trainers, sich zu solchen Themen zu äussern. Dafür sind der Verwaltungsrat und die Geschäftsführung verantwortlich. Ich kann den Entscheid unterstützen und nachvollziehen.»

Mögliche Nachfolger
Die Frage steht im Raum: Handelt es sich bei der offiziellen Begründung um den wahren Grund, oder steckt doch sportlicher Misserfolg dahinter? Unter Capas Leitung hat die weit überdurchschnittlich besetzte sowie teure Mannschaft nur vier der zwölf Spiele dieser Saison gewonnen. Angesprochen darauf sagt Bigger: «Dazu äussere ich mich nicht.» Capa war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Im heutigen Heimspiel gegen Biel, das wegen der Nacht des Ostschweizer Fussballs bereits um 15 Uhr angepfiffen wird, betreut Philipp Dux die Mannschaft. Dux ist der Trainer der zweiten Equipe – und wird jenes Amt behalten. Denn das Fanionteam darf er maximal 20 Tage lang trainieren, da er zwar das Uefa-A-Diplom besitzt, nicht aber die Pro-Lizenz.

Da Capas Entlassung, zumindest in der Aussenwahrnehmung, schon seit geraumer Zeit im Raum stand, geistern bereits seit Wochen diverse Namen möglicher Nachfolger durchs Bergholz. Unter ihnen sind der vergangene Woche in Aarau entlassene Livio Bordoli, aber auch Schaffhausens Trainer Maurizio Jacobacci, der sich am letzten Samstag das Wiler Heimspiel gegen Xamax anschaute. Für den Italiener wäre es eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte, war er doch bereits in der Saison 2005/2006 Trainer des FC Wil. Bigger äusserte sich nicht zu möglichen Trainer-Kandidaten.

6 Trainer in 13 Monaten
Im Umfeld des Ostschweizer Challenge-League-Clubs bleibt es unruhig. Capa ist bereits der zweite Akteur, der erst seit Juli beim FC Wil ist und schon wieder gehen musste. Bereits Anfang September hatten sich die Wiler von Sportchef Erdal Keser getrennt – wegen unterschiedlichen Vorstellungen über die Ausführung des Sportchef-Amts. Bricht nun das ganze türkische Projekt auseinander? «Nein, überhaupt nicht. Günal denkt langfristig und solche Massnahmen sind im Fussballgeschäft nicht unüblich», sagt Bigger.

Fakt aber ist: In der Zeit seit Oktober des Vorjahres ist Dux bereits der sechste Trainer in Wil. Beim FC Sion, wo der Totomat in der Regel die Trainer eher früher als später entlässt, wurde in der gleichen Spanne genau ein Trainerwechsel vorgenommen.

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