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Nadine Fähndrich siegt in Engelberg souverän

Nadine Fähndrich holt an den Schweizer Meisterschaften in Engelberg den vierten Sprinttitel in Serie. Vier weitere Medaillen sorgten für einen Grosserfolg der Zentralschweizer Mannschaft.
Roland Bösch
Nadine Fähndrich auf dem Weg zum Schweizer Meistertitel. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Engelberg, 29. März 2019)

Nadine Fähndrich auf dem Weg zum Schweizer Meistertitel. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Engelberg, 29. März 2019)

«Du konntest heute eigentlich nur verlieren», meinte ein Zuschauer am Rande der Langlauf Schweizer Meisterschaften auf der Gerschnialp zur Schweizer Sprintspezialistin Nadine Fähndrich. «Eigentlich hat er auf eine Art und Weise recht», blickte Fähndrich Stunden später auf die Aussage zurück. Dennoch hat es die Athletin des Skiclubs Horw nicht bereut, ins Klosterdorf zu reisen. «Ich habe in den letzten Monaten im mentalen Bereich Fortschritte gemacht. Früher konnte ich mit solchen Situationen fast nicht umgehen», erklärte Nadine Fähndrich.

Der Fortschritt im mentalen Bereich mag ein Grund sein, warum das Aushängeschild der Schweizer Nationalmannschaft auf eine solch erfolgreiche Saison mit dem 5. Rang an der WM in Seefeld, dem ersten Podestplatz im Weltcup und dem 10. Schlussrang in der Weltcup-Sprintwertung zurückblicken kann. «Ein schlechtes Rennen nervt mich nach wie vor, es beunruhigt mich aber nicht mehr», lässt sich Nadine Fähndrich in die Karten blicken.

Engelberger Athleten im Hoch

Auf der Gerschnialp ging die Eigenthalerin am Freitag in allen Belangen als Siegerin vom Platz. Sie sicherte sich in souveräner Manier den vierten Sprint-Schweizer-Meistertitel in Serie, nahm sich Zeit, um den anwesenden Engelberger Schulkindern Autogramme zu verteilen und stand den grösseren Zuschauern Red und Antwort. Die Saisonend-Müdigkeit lächelte Fähndrich elegant weg und hat einmal mehr den Beweis angetreten, dass sie die Erfolge nicht abheben lassen.

Das OK von Nordic Engelberg unter der Leitung von Roger Bütler hatte das Zepter auch am zweiten Rennwochenende fest im Griff. Für ihr Engagement rund um die nationalen Meisterschaften wurden sie im Sprint-Rennen von ihren eigenen Athletinnen auch mächtig belohnt. Laura Bütler (siehe Box) sicherte sich bei der U18 Silber und Lea Fischer sprintete bei den Frauen auf den sensationellen dritten Rang. «Heute ist ein guter Tag. Ich konnte immer gut mithalten und die Kulisse mit den vielen Unterstützern hat gutgetan», freute sich Lea Fischer. Zu Beginn der Saison kam die Engelbergerin nicht so richtig auf Touren. Mittlerweile hat sie das gute Gefühl auf den schmalen Latten zurückgewonnen. «Wenn es dann einmal klappt, stellt sich das nötige Glück automatisch wieder ein», zeigt sich Fischer überzeugt. Dank dieser Medaille könne sie dann schon bald mit einem guten Gefühl ins Training steigen. Und es gab noch mehr Gutes aus Zentralschweizer Sicht. Auch die Junioren konnten sich erfolgreich in Szene setzen und rundeten mit Silber und Bronze durch Cyril Fähndrich aus Horw und dem Nidwaldner Avelino Näpflin das gute Gesamtergebnis der Zentralschweizer Delegation ab. Da konnte man auch den Sturz des Entlebuchers Ueli Schnider im Herren-Halbfinal verkraften.

Ski nordisch Engelberg. Schweizer Meisterschaften. Sprint (klassisch). Männer: 1. Erwan Kaeser (Bex). – Ferner: 7. Ueli Schnider (Flühli). 9. Janik Riebli (Schwendi-Langis). 18. Andrin Näpflin (Beckenried). – U20: 1. Flurin Grond (Davos). 2. Cyril Fähndrich (Horw). 3. Avelino Näpflin (Beckenried). – Ferner: 13. Samuel Beeler (Rothenthurm). – U18: 1. Ilan Pittier (Vue-des-Alpes). – Ferner: 6. Ramon Riebli (Schwendi-Langis). Frauen: 1. Nadine Fähndrich (Horw). 2. Fabiana Wieser (Zernez).3. Lea Fischer (Engelberg). 4. Stefanie Arnold (Unterschächen). – Ferner: 10. Maria Christen (Andermatt). 17. Katja Bieri (Engelberg). – U20: 1. Anja Lozza (Zuoz). – Ferner: 9. Celine Arnold. – U18: 1. Siri Wigger (am Bachtel). 2. Laura Bütler (Engelberg).

Traumtag für Laura Bütler

Märchen haben glücklicherweise meistens ein Happy End. Die Geschichte der Engelberger U18-Langläuferin Laura Bütler an den Schweizer Meisterschaften auf der Gerschnialp ging dank der Silbermedaille im Sprint ebenfalls glücklich zu Ende. Bis vor zwei Wochen war ein Start an der Heim-SM für die Tochter des OK-Präsidenten Roger Bütler aufgrund der starken Rückenschmerzen undenkbar. «Wenn man über so lange Zeit mit Schmerzen leben muss, beginnt man schon zu zweifeln», gibt die 18-Jährige offen zu. «Plötzlich hat man das Gefühl, dass alle meinen, ich würde nur simulieren.» In ihrer Maturarbeit hatte sich Laura Bütler mit der Frage auseinandergesetzt, ob man im Klosterdorf eine FIS-Langlaufstrecke homologieren kann. Sie hat mehrere mögliche Optionen in der Arbeit geprüft und die von der Engelberger Nordic Kommission in die Wege geleitete Homologierung der Strecke auf der Gerschnialp begleitet. Die Arbeit hinterliess Eindruck und wurde mit der Note 5,5 bewertet. Dank mehreren Sitzungen bei einem Osteopathen hat gestern auch Laura Bütler einen gesunden Eindruck hinterlassen. Ihr persönliches Fazit: «Die Silbermedaille auf dieser tollen Strecke zu gewinnen, fühlt sich für mich nach all den Schmerzen wie Gold an.» (rb)

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