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Nadal bekämpft alle Sorgen und Zweifel

Tennis Auf einmal ist er wieder vorne: Neun Jahre nach seinem ersten Mal und nach Zeiten der Zweifel ist Rafael Nadal am Montag wieder die Weltnummer eins. «Das ist etwas sehr Besonderes für mich. Es ist viel passiert, seitdem ich zum letzten Mal in dieser Position war», sagte er gestern in Cincinnati in einem Interview mit der ATP.

Tatsächlich musste Nadal einige Sorgen überwinden, um wieder dahin zu gelangen, wo er in fittem Zustand sein kann und vor neun Jahren zum ersten Mal war. Im Sommer des vergangenen Jahres streikte sein gestählter, aber überlasteter Körper vielleicht so sehr wie nie zuvor. Unter Tränen zog er sich vor seinem Drittrundenspiel gegen Marcel Granollers von den French Open zurück. Eine weitere mehrmonatige Pause war unumgänglich. Seine wiederkehrenden Probleme mit dem Handgelenk im linken Schlagarm waren zu jenem Zeitpunkt seit längerem augenfällig. Nadals Vorhand, das Herzstück seines Spiels, war nicht mehr die Waffe, die sie ist, wenn er sein Handgelenk beschwerdefrei einsetzen kann. Es bestanden Zweifel, auch bei ihm selbst, ob er noch einmal zu alter Stärke zurückfinden könnte.

«Ich habe Leidenschaft und Liebe behalten»

15 Monate später präsentiert sich ein anderes Bild. Nadal, im Gegensatz vor allem zu Andy Murray und Novak Djokovic topfit, steigt als zehnfacher French-Open-Champion und vierfacher Turniersieger 2017 auf den Thron zurück. Auf den Sandplätzen war er wieder der Dominator alter Tage. Für den letzten Schritt muss er nun in Cincinnati nichts mehr leisten, er kann bereits an seinem Polster arbeiten. Roger Federer fehlt am Masters-1000-Turnier wie Murray, der seinen Platz an der Spitze nach neuneinhalb Monaten räumen muss.

So unterschiedlich die Spielweise der beiden erstarkten Altmeister Nadal und Federer sind, ihr Schlüssel für die erfolgreiche Rückkehr, die Liebe zum Spiel, ist der gleiche. Am Dienstag sagte Nadal: «Ich habe die Leidenschaft und die Liebe für das Spiel behalten. Das ist der Grund, weshalb ich die Möglichkeit bekommen habe, in diese Position zurückzukommen.» (sda)

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