Auswärts gegen den Absteiger – ein nächstes Spitzenspiel für den FC Wil

Nach dem 2:2 gegen Lausanne gastieren die Ostschweizer in der Challenge League am Samstag bei den Grasshoppers.

Gianluca Lombardi
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Trifft heute auf seinen früheren Arbeitgeber: Wils Trainer Ciriaco Sforza. (Bild: Freshfocus)

Trifft heute auf seinen früheren Arbeitgeber: Wils Trainer Ciriaco Sforza. (Bild: Freshfocus)

Spätestens seit dem vergangenen Wochenende dürfte klar sein, dass der FC Wil derzeit ein Spitzenteam stellt. Trotz eines 0:2-Rückstands holten sich die Ostschweizer einen Punkt gegen den Ligakrösus Lausanne. Es war ein Rückstand, der wohl für die meisten anderen Teams eine Niederlage bedeutet hätte. Nicht wegen der Höhe, sondern vielmehr wegen der Qualität der Waadtländer Mannschaft.

Das Team von Trainer Ciriaco Sforza offenbarte dabei einmal mehr seine grösste Stärke. Die Moral aber auch die Einsatzbereitschaft und der Siegeswille sind derzeit wohl die Erfolgsfaktoren des kleinen FC Wil.

Die Reife des Teams ist nicht selbstverständlich

Die Mannschaft präsentiert sich als geschlossene Einheit, was spätestens nach einem eigenen Treffer sichtbar wird. Nicht selten liegt sich beim Torjubel die gesamte Mannschaft, inklusive Ersatzspieler in den Armen. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Ostschweizer einen guten Teamgeist haben. Diese Reife, welche die Mannschaft derzeit an den Tag legt, ist alles andere als selbstverständlich. So haben derzeit 18 Kaderspieler des FC Wil noch den U21-Status. Nur gerade deren sieben Spieler sind älter als Jahrgang 1998. Trotz aller Unerfahrenheit: Angst haben die jungen Akteure keine. Doch stets ist die richtige Portion Respekt mit dabei, was ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist.

Im Spitzenspiel am Samstag ab 17.30 Uhr im Letzigrund werden die Wiler auf den gesperrten Fuad Rahimi und die verletzten Silvano Schäppi und Lars Traber verzichten müssen. Ausfälle die zu verkraften sind, weil alle drei Akteure bisher keine oder kaum eine Rolle gespielt haben. Der einzige Ausfall bei den Grasshoppers hingegen schmerzt die Zürcher. Sie müssen auf ihren gesperrten Topskorer Nassim Ben Khalifa verzichten.

Der FC Wil scheint reif für grosse Siege, ein erster könnte bereits heute bei den Grasshoppers geholt werden. Vieles spricht dabei für die jungen Wilden aus der Ostschweiz.