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NACHHOLSPIEL: Albian Ajeti im Hochsommer eiskalt

Der FC St. Gallen sichert sich in Lugano den zweiten Saisonsieg. Obwohl die Gäste die gute Leistung der ersten Halbzeit nach der Pause nicht bestätigen können, trifft Albian Ajeti in der 84. Minute zum 1:0.
Patricia Loher, Lugano
Der entscheidende Moment: Albian Ajeti (Nummer 27) behält die Nerven und verwertet ein Steilzuspiel kurz vor Schluss souverän. (Bild: Andy Müller/Freshfocus)

Der entscheidende Moment: Albian Ajeti (Nummer 27) behält die Nerven und verwertet ein Steilzuspiel kurz vor Schluss souverän. (Bild: Andy Müller/Freshfocus)

Patricia Loher, Lugano

In der ersten Halbzeit hatte der FC St. Gallen ein anderes, ein deutlich besseres Gesicht gezeigt als noch im Regenspiel des 29. Juli. Die mitgereisten Anhänger durften sich nach 45 Minuten jedenfalls durchaus Hoffnungen auf einen Punktgewinn machen. Doch dann, nach der Pause, sah alles ganz anderes aus. Die Hoffnungen schmolzen in der Sommersonne dahin, denn die Gäste mussten praktisch bis zur 84. Minute arg untendurch. Die St. Galler hatten sich seit dem Wiederbeginn keine einzige Möglichkeit erspielt, ein Tor für Lugano schien nur eine Frage der Zeit. Doch dann verlor Mario Piccinocchi im Zentrum den Ball, Stjepan Kukuruzovic bediente an den aufgerückten Tessinern vorbei Albian Ajeti, der ohne Nerven zu zeigen zum 1:0 für die St. Galler traf. Gleich in seinem ersten Einsatz in dieser Saison von Beginn weg hat der junge Stürmer also wieder unter Beweis gestellt, was er für den FC St. Gallen ist: die Lebensversicherung. Mit sieben Punkten aus vier Spielen ist der Saisonstart für die Ostschweizer nun geglückt. «Es war ein solidarischer Auftritt, was belohnt wurde. Aber natürlich profitierten wir auch vom Unvermögen des Gegners, der nicht traf», sagte St. Gallens Trainer Giorgio Contini.

Für die St. Galler war es unter den Augen von Nationaltrainer Vladimir Petkovic ein glücklicher Sieg. Denn in den Minuten zuvor waren sie oft nur knapp um einen Gegentreffer herumgekommen: Nachdem Davide Mariani gleich nach der Pause den Pfosten getroffen hatte, entwickelten die Tessiner Dauerdruck. Für St. Gallen, das noch in der ersten Halbzeit den Gegner lange vom eigenen Tor hatte fern halten können, wurde es schwierig, die Übersicht zu behalten. Plötzlich war die Fehlerquote hoch, plötzlich war St. Gallen im Mittelfeld abgetaucht. So gelang es den Gästen nicht mehr, sich zu befreien. ­Lugano zog phasenweise ein Powerplay auf. Es trug die Angriffe schnell und präzis vor, was die Abwehr der St. Galler vor schier unlösbare Probleme stellte. Am Ende war es ihr Glück, dass Lugano kein Glück hatte an diesem Abend. Auch kurz vor Schluss traf Luganos Younes Marzouk nur den Pfosten.

Contini setzt auf eine Dreierabwehr

Noch in der ersten Halbzeit war St. Gallen die deutlich bessere und engagiertere Mannschaft ­gewesen. Die Ostschweizer, erstmals in der Meisterschaft mit einer Dreierkette in der Abwehr, gestanden dem Gegner nur ­wenig Freiheiten zu. Die Mannschaft schloss das Zentrum, eroberte sich viele Bälle zurück und erarbeitete sich so bis zur Pause ein deutliches Chancenplus. Es waren allerdings mehrheitlich Abschlüsse aus der Distanz, mit denen die St. Galler den Luga­nesi gefährlich wurden, zweimal hätten auch die Freistösse von Kukuruzovic ein Tor verdient. Nur hatten die St. Galler auch schon vor der Pause Glück: Kurz bevor Silvan Hefti seinen Gegenspieler im Strafraum wohl penaltyreif foulte, hatte der Linienrichter ein Abseits angezeigt. Und vor der Pause gelang es Lugano nicht, eine scharfe Hereingabe zu ver­werten. Trotzdem machten die St. Galler in dieser ersten Halbzeit vieles richtig: Sie attackierten den Gegner früh, agierten aggressiv. Die Gäste wollten offensichtlich den Eindruck des enttäuschenden 0:2 gegen Luzern korrigieren. Auffälligster Akteur war vor der Pause Kukuruzovic, über den praktisch St. Gallens ganzes Angriffsspiel lief. Aber auch Tranquillo Barnetta steigerte sich im Vergleich mit dem Luzern-Spiel. Nur: Halten konnten die St. Galler ihr Level nach der Pause nicht. Dank Ajeti spielt das keine grosse Rolle mehr.

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