NACHGEFRAGT

«Das beste Jahr meiner Karriere» In Teufen, Frauenfeld und neuen anderen Standorten in der ganzen Schweiz fand gestern «Jugend trainiert mit Weltklasse Zürich» statt.

Merken
Drucken
Teilen
David Oliver Weltmeister über 110 m Hürden (Bild: Quelle)

David Oliver Weltmeister über 110 m Hürden (Bild: Quelle)

«Das beste Jahr meiner Karriere»

In Teufen, Frauenfeld und neuen anderen Standorten in der ganzen Schweiz fand gestern «Jugend trainiert mit Weltklasse Zürich» statt. Im Thurgau trainierten die Siebenkämpferin Ellen Sprunger, die amerikanische Weitspringerin und Olympiasiegerin von London Brittney Reese sowie die beiden Hürdensprinter Lisa Urech und David Oliver mit den Kindern aus der Region. Oliver, der diesjährige Weltmeister über 110 m Hürden, startet am morgigen Diamond-League-Meeting im Zürcher Letzigrund als Favorit. Der 31jährige Amerikaner hofft nicht nur auf einen weiteren Sieg, sondern auch auf einen Rekord.

Von Moskau nach Frauenfeld:

Das muss ein extremer Kulturschock für Sie sein.

(lacht) Nein, es ist cool. Es gehört zu meinem Beruf, in Europa herumzureisen, und ich fühle mich überall wohl.

Vor zwei Wochen waren Sie

an der WM in Moskau, vergangene Woche fand das Diamond-League-Meeting in Stockholm statt, wo Sie ebenfalls triumphierten. Hatten Sie bei diesem vollen Programm überhaupt genug Zeit, um sich

für Zürich vorzubereiten?

Auf jeden Fall. Ich habe immer genug Zeit, mich vorzubereiten. Ich fühle mich momentan ziemlich gut und bin parat für den Donnerstagabend.

Was sind Ihre Ziele für das Meeting in Zürich?

Schnell zu rennen, zu gewinnen und gesund zu bleiben. Das sind meine Ziele bei jedem einzelnen Wettkampf.

In Moskau stellten Sie mit 13,00 Sekunden über 110 m Hürden eine Jahresweltbestzeit auf. Ist es nun, am Ende der Saison, überhaupt möglich, diese Zeit noch zu toppen?

Ich denke, es ist möglich, aber man weiss nie, was passiert. Ich werde mich darauf konzentrieren und versuchen so schnell zu rennen, wie ich kann. Ich hoffe, dass ich an diesem Meeting einen neuen Rekord aufstellen kann.

Im vergangenen Jahr hat man kaum etwas von Ihnen gehört. Was ist der Grund, dass Sie in dieser Saison wieder vorne mit dabei sind?

Ich fühle mich gut und blieb die ganze Saison hindurch gesund. Deshalb hatte ich eine erfolgreiche Saison.

Bislang war 2010 ihr erfolgreichstes Jahr. Damals blieben Sie 15 Finalrennen in Folge unbesiegt. Dann wurden

Sie von Verletzungen gestoppt. Sind Sie nun 2013 wieder auf einem ähnlichen Level wie

vor drei Jahren?

Dieses Jahr ist definitiv das beste Jahr meiner Karriere. Es ist einfach, wenn alles funktioniert. 2010 war ich gesund, habe hart gearbeitet und immer gewonnen. Dieses Jahr gab es viel Abwechslung, und ich habe mir viele Fragen gestellt. Nun habe ich alle Fragen beantwortet und bin zurück an der Spitze. Deshalb habe ich in diesem Jahr mehr Spass als noch 2010. (rba)