Fussball
Nach Reto Zieglers Nati-Kritik: Der Fenerbahce-Söldner ist nicht alleine

Fussballer sind bekannt dafür, dass sie Spiel für Spiel dieselben Floskeln herunterbeten. Ab und an rutschen dem ein oder anderen Kicker dann doch Worte über die Lippen, die aufhorchen lassen. Fünf Beispiele geniessen heute fast schon Kultstatus.

Jonas Burch
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Unzufrieden: Reto Ziegler.

Unzufrieden: Reto Ziegler.

KEYSTONE

Roberto Mancini und Mario Balotelli

Es war wohl so eine Art Hassliebe zwischen Manchester-City-Coach Roberto Mancini und dessen italienischen Landsmann Mario Balotelli. Immer wieder gerieten sich Mancini und Skandal-Profi Balotelli in die Haare.

So wie im Juni 2012, als der Trainer Balotelli für dessen Wut-Jubel bei der EM gegen Deutschland heftig kritisierte. «Ich schlage ihm vor, einfach das zu spielen, was er kann und nicht mehr ein solcher Schmerz im Arsch für den Trainer zu sein.»

Doch damit nicht genug: «Mario, ich wünsche dir nur das Beste, aber schiess doch das nächste Mal ein Tor ohne die ganze Dramatik danach.» Mittlerweile spielt Balotelli bei der AC Milan, und Mancini kann tief durchatmen.

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Ibrahimovic lästert über Messi und Ronaldo

Schweden-Bulle Zlatan Ibrahimovic hat im Vorfeld der diesjährigen Wahl zum Fussballer des Jahres sowohl Ex-Barca-Kollege Lionel Messi, wie auch Portugal-Schönling Cristiano Ronaldo kritisiert.

Über den Star von Real Madrid sagte «Ibra»: «Er verdient es nicht einmal unter den Top drei zu sein. Es gibt mindestens zehn bessere Spieler als er.»

Abfällig fügt er an, dass «er mittlerweile dazu privilegiert ist, jährlich an zweiter Stelle zu stehen und zusehen zu müssen, wie Lionel Messi den Goldenen Ball gewinnt.»

Auch am viermaligen Weltfussballer liess der PSG-Stürmer kein gutes Haar: «Messi mag vier Goldene Bälle haben, aber ich brauche mich nicht auf einen Kasten oder Stuhl zu stellen, falls ich aus einem Süssigkeitenautomaten Schokolade ziehen möchte.»

Uli Hoeness über die Bayern-Fans

Bayern-Boss Uli Hoeness war schon immer ein Mann der klaren Worte. Legendär war seine Wutrede an der Jahreshauptversammlung 2007. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, schoss er scharf gegen die eigenen Fans.

«Eure Scheissstimmung, für die seid ihr doch zuständig und nicht wir. Es kann nicht sein, dass wir uns jahrelang den Arsch aufreissen und dann so kritisiert werden. Was glaubt ihr denn, wer ihr seid?», grantelte der Manager damals.

Das Publikum reagierte mit Pfiffen auf die Aussage. Im Nachhinein räumte das Bayern-Urgestein ein, das seine Worte zu übertrieben waren.

Köbi Kuhn rügt Alex Frei

Auch auf nationaler Ebene wird Klartext besprochen. Der besonnene Ex-Nati-Trainer Köbi Kuhn ging 2012 mit Alex Frei nach dessen Rücktritt aus der Nationalmannschaft hart ins Gericht.

Vor allem der Zeitpunkt, war für Kuhn unverständlich: «Er hätte die Qualifikation zu Ende spielen oder sofort aufhören sollen. Oder er hätte gar nichts sagen sollen.

Für den Fall, dass die Felle in der Qualifikation davonschwimmen, hätte er immer noch einem Jüngeren Platz machen können. Das hätte dann jeder verstanden», sagte er damals dem «Blick».

Mario Gomez und Maik Franz

Im Februar 2008 sorgte der damalige Stuttgart-Stürmer Mario Gomez nach dem Derby gegen Karlsruhe für einen Eklat. Seinen Widersacher Maik Franz bezeichnete er nach Spielschluss öffentlich als «Arschloch». Der heutige Bayern-Skorer kritisierte vor allem Franz’ unfaires Spiel auf dem Rasen.