Nach Itten-Tor: Lugano-Präsident Renzetti flüchtet vor lauter Ärger aus dem Kybunpark – und wird mit Tempo 177 auf Rheintaler Autobahn geblitzt

Angelo Renzetti, Präsident des FC Lugano, hat einen Strafbefehl von der St.Galler Staatsanwaltschaft erhalten. Er war Ende August vorzeitig aus dem Kybunpark geflüchtet und dann mit 177 km/h über die A13 bei Kriessern gedonnert. 

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Luganos Präsident Angelo Renzetti gilt als impulsiv – das zeigte sich auch bei der Auswärtspartie seiner Mannschaft Ende August im St.Galler Kybunpark. (Bild: Keystone)

Luganos Präsident Angelo Renzetti gilt als impulsiv – das zeigte sich auch bei der Auswärtspartie seiner Mannschaft Ende August im St.Galler Kybunpark. (Bild: Keystone)

(dwa) Cedric Itten und der FC Lugano – das ist eine Geschichte mit vielen Zwischentönen. Im September vor einem Jahr hatte der Tessiner Verteidiger Fabio Daprelà den Espen-Stürmer mit einer brutalen Attacke schwer verletzt. Itten fiel daraufhin lange aus.

Umso schöner war für den Angreifer dann das Heimspiel gegen die Luganesi am vergangenen 25. August: Itten erzielte in der 73. Minute das 3:1 – die St.Galler gewannen schliesslich mit 3:2.

Einem stiess Cedric Ittens vorentscheidener Treffer in dieser Partie sauer auf: Lugano-Präsident Angelo Renzetti verliess nach dem Tor fluchtartig den Kybunpark, wie er gegenüber dem «Blick» sagt. Er sei wütend auf den Schiedsrichter gewesen, so Renzetti – Referee Sandro Schärer hatte Anfang der zweiten Halbzeit Luganos Custodio mit Gelb-Rot vom Platz geschickt.

In der Folge drückte der impulsive Lugano-Präsident auf dem Heimweg zurück ins Tessin zu heftig aufs Gas – und wurde auf der Autobahn A13 bei Kriessern prompt geblitzt. Mit 177 km/h war Renzetti im 120er-Bereich unterwegs – sieben Kilometer pro Stunde Sicherheitsmarge wurden ihm noch abgezogen.

Seine rasante Fahrt trug ihm nun einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft St.Gallen ein. Laut dem «Blick» muss Renzetti für sein Vergehen 1650 Franken Busse sowie 350 Franken Gebühren entrichten, das Urteil sei allerdings noch nicht rechtskräftig.

Schon wiederholt als Temposünder aufgefallen

Angelo Renzetti gab sich gegenüber der Zeitung reumütig:

«Es tut mir sehr leid, dass ich viel zu schnell gefahren bin. Eine Person, die in der Öffentlichkeit steht und in meinem Alter ist, sollte nicht solche Dinge tun. Es ist keine gute Botschaft.»

Gemäss dem Bericht handelt es sich nicht um Angelo Renzettis erstes Tempovergehen. Bereits in früheren Jahren musste er den Führerschein wegen Geschwindigkeitsübertretungen laut dem Bericht abgeben – etwas, was ihm auch nach seinem jüngsten Exzess am Steuer blühen dürfte.